Bild: natürli zürioberland ag
🥙 + 🧀 = 💛

Wenn es eine Regel im Internet gibt, lautet sie wahrscheinlich: Nackte Hintern und Käse funktionieren immer! Insofern ist es nicht verwunderlich, dass die Meldung über den "ersten Käse-Kebab Deutschlands" gerade die Timelines unserer Facebook-Freunde füllt. Die Idee von 20 Kilo heißen Käses am Spieß ist zugegebenermaßen verlockend.

Nur: Den Käse-Döner gibt es längst in Deutschland. 

Genauer gesagt in Berlin. Wir haben die wahren Käsepioniere gesprochen. Und die kommen – natürlich – aus der Schweiz. 

(Bild: Natürli zürioberland ag)

Vorweg: Wo kommt die Meldung her?

Losgetreten hatte den Netzhype das Freiburger Magazin "fudder", das ganz neutral titelte: "Freiburg bekommt ersten Käse-Döner" und später im Text sagten, "Es könnte der erste Cheebab Deutschlands sein". 

Daraus machten andere Medien dann "Käse-Döner kommt nach Deutschland" (Welt) oder "In Freiburg gibt's bald den ersten Käse-Döner Deutschlands" (Noizz). Klar, alles nicht so schlimm – es geht ja nur um Käse. Aber dennoch gebührt die Ehre jemand anders. 

Wer hat's erfunden? 

Die Schweizer natürlich. Die Idee für den "Cheebab" hatte der Käser Roland Rüegg in der Schweiz – hier bekommt auch der bei "fudder" vorgestellte Döner-Verkäufer Bilal Aksu den Käse her. In den Käse-Verkauf geht Aksu in seinem Freiburger Dönerladen "Basak Döner" aber erst am 15. Dezember – in Berlin gibt es ihn aber schon länger. Sorry, Bilal! Die Berliner Käse-Fans von "Cheesus" haben den Käse-Kebab – genannt "Cheebab" – seit dem späten Sommer schon. 

Hier ist der Beweis: 

Oben sehen wir: Bereits am 6. Oktober bot das Pop-Up-Restaurant von Cheesus auf der Berliner Street-Food-Messe "Stadt, Land, Food" den Cheebab an. (Wow, was für ein Satz.) 

Woher kenne ich Cheesus?

Höchstwahrscheinlich von Festivals. In diesem Jahr war der Stand für Liebhaber von geschmolzenem Käse unter anderem auf dem Splash, Melt (haha), Lollapalooza und MS Dockville zu finden. Und eben auf verschiedenen Street-Food-Veranstaltungen

Dahinter stecken die drei Schweizer Martin, Severin und Erik, die den Käse für den Cheebab ebenfalls von Roli Rüegg aus der Schweiz importieren. Wir haben mit Martin von Cheesus telefoniert: 

Martin, wie können wir uns den Käse-Kebab vorstellen? 

"Ein bisschen so wie eine Schweizer Interpretation von Halloumi, er ist recht salzig. Die geröstete Außenseite karamellisiert leicht und wird dann abgeschnitten und in einem kleinen Fladenbrot serviert." 

Isst man ihn wie normalen Döner, also "mit alles"?

"Wir empfehlen die Schweizer Variante mit gerösteten Kartoffelscheiben, Quark, gebratenem Speck und sauren Zwiebeln. Etwas Säure passt gut zu dem Käse. Vegetarisch bieten wir ihn auch mit Shakshuka an – einer israelischen, gebackenen Gemüsesauce." 

Und wie kommt er so an bei der Kundschaft?

"Gut! Wir waren ausverkauft, als wir ihn im Oktober das erste Mal angeboten haben. Besser geht's nicht."

In Freiburg kann man den Cheebab ab dieser Woche an einem festen Standort kaufen, plant ihr auch so etwas? Oder gibt es euch weiterhin nur auf Festivals?

"Ohne zu viel zu verraten: Wir planen nächstes Jahr, ein Restaurant zu eröffnen, in dem wir Raclette und Fondue anbieten. Und vielleicht auch den Cheebab." 



Haha

Russisches TV feiert neuen "Hightech-Roboter" – in Wahrheit steckte ein Mann drin

In Russland stand bei einer Veranstaltung für Jugendliche zum Thema Robotik auch ein "Roboter" auf der Bühne – beim Staatssender "Russia-24" waren die etwas unbeholfen wirkende Tanzbewegungen der Maschine zu sehen. 

Im russischen Fernsehen wurde "Roboter Boris" direkt gefeiert – er habe schon tanzen gelernt und sei darin "gar nicht so schlecht", hieß es in dem Bericht (Guardian).