Schöne Schaumschlägerei!

Kaffee ist eines der Lieblingsgetränke der Deutschen: Jeder von uns trinkt durchschnittlich zwei Tassen am Tag (Statista). Barrista-Schulen, Röstseminare und Latte-Art-Kurse sprießen in vielen Städten längst aus dem Boden wie Kaffeepflanzen auf den feuchten Hügeln Sumatras.

Denn: Wer will schon einen hässlichen Kaffee trinken?

"Latte Art" nennt sich das dann: Die Verzierung des Milchschaums durch gekonntes Eingießen (puristisch) – oder die Bearbeitung mit farbigen Soßen und Löffeln (unter Puristen verschrien).

In Asien, vor allem in Japan, gibt es seit Jahren eine aufwendige Weiterentwicklung dieses Trends: "3D Latte Art". Bekannt wurde dies vor allem durch den in Osaka arbeitenden Barista Kazuki Yamamoto, der mit seinen Kunstwerken vor einigen Jahren zu einem Internet-Star geworden ist.

Neben den USA haben auch andere asiatische Länder, allen voran Hong Kong, die Kunstform aufgegriffen – und perfektioniert. Von Salvador Dalis verrinnender Zeit bis hin zu popkulturellen Phänomenen wie Pokémon – die Kaffee-Künstler toben sich aus.

So schön sieht die "3D Latte Art" aus:
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Die Schaumskulpturen sind natürlich viel schwerer herzustellen als die klassische Latte Art. Wer das zu Hause – oder im Café um die Ecke – mal nachmachen möchte, braucht einen anständigen Milchaufschäumer, Geschick und Übung. Zumindest, wenn man den Kaffee noch heiß servieren möchte.

Eine erste Video-Lektion in die milchige Bildhauerei gibt es hier:

Und wer reich und ungeduldig ist, kann sich dafür auch einfach einen Kaffee-Drucker kaufen. Echt jetzt.


Trip

Der Kater nach der schönen langen Reise: Hier erzählen Männer und Frauen, was dagegen hilft

Seit drei Tagen kenne ich mich nicht mehr. Seit drei Tagen lasse ich Gisbert zu Knyphausen auf Dauer-Repeat die Melancholie besingen. Seit drei Tagen kann ich nicht damit anfangen, meine 3278 Fotos zu sortieren. Seit drei Tagen laufe ich durch den Supermarkt und erkenne in Reisekoffern und Karibik-Bildern schön-schmerzliche Erinnerungen. Seit drei Tagen bin ich zu Hause. Und will am liebsten sofort wieder los.

Ich habe diese Sätze schon von vielen Freunden gehört, die längere Zeit im Ausland waren. Dass es komisch sei, zurückzukommen. Dass man die neu gewonnenen Freunde vermisse. Dass das Zuhause sich irgendwie nicht nach Zuhause anfühlt.

Genau das fühle ich jetzt auch.