Wein macht schön. So könnte man das Fotoprojekt "3 Glasses After" des brasilianischen Fotografen Marcos Alberti interpretieren. Sein Konzept ist so einfach wie bemerkenswert: Vier Porträtaufnahmen von Menschen, vor und nach dem ersten Glas Wein, dann nach dem zweiten und schließlich nach dem dritten. Albertis Bilder sind so mitreißend, dass sie von Tausenden Menschen im Internet geteilt werden.

"Ich wollte die positive Seite des Trinkens zeigen", sagte Alberti zu bento. Unter Freunden, in einer freundlichen Umgebung und in moderaten Mengen könne Wein zu guten Dingen führen.

Um das zu zeigen, lud Alberti 53 Freunde zu sich nach Hause ein. "Ganz normale Leute", wie er beteuert, "DJs, Lehrer, Architekten, Stylisten und ja, auch das ein- oder andere Model."

Das erste Foto zeigt seine Gäste direkt nach Ankunft, ohne dass sie sich mit den anderen Gästen unterhalten haben. In den Gesichtern zeichne sich der Stress der Arbeitstages und der Anreise ab, sagt Alberti.

Tatsächlich wirken die Porträtierten zunächst ernst und angespannt, erst später lösen sich die Gesichtsmuskeln, beginnen die Menschen zu lächeln. Das letzte Bild ist stets das ehrlichste von allen – und tatsächlich meist auch das schönste.

Albertis Erklärung: "Die Leute werden einfach natürlicher, sobald sie Wein getrunken haben – und sie geben dann auch persönliche Dinge Preis."

Fotostrecke: Die Bilder von Marcos Alberti
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Gerechtigkeit

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Krim, Revolution, Separatisten – Was war da noch mal? Wir erklären die Ukrainekrise.

Das Parlament in Kiew hat am Dienstag die Chance auf einen Neuanfang: Am Wochenende hatte der ukrainische Ministerpräsident Arsenij Jazenjuk seinen Rücktritt angekündigt. Jetzt soll das Parlament dem Gesuch nachgeben. Tatsächlich steckt das osteuropäische Land seit Monaten in einer Regierungkrise.

Jazenjuk wurde 2014 gewählt, doch seit langem gibt es Korruptionsvorwürfe. Die Umfragewerte sind im Keller, der ukrainische Präsident Petro Poroschenko distanziert sich von der Regierung.