Bild: Christie's / dpa
"min G max D Ex[log(D(x))]+Ez[log(1-D(G(z)))]" ist jetzt reich.

Auf den ersten Blick sieht das Gemälde "Edmond de Belamy" aus wie ein ganz normaler alter Ölschinken. Aber das Bild hat kein Mensch gemalt. Trotzdem wurde es nun beim Auktionshaus Christie's in New York versteigert. Erschaffen hat es ein neuronales Netzwerk – also eine künstliche Intelligenz

Es war das erste Mal, dass ein von KI erzeugtes Kunstwerk bei einem großen Auktionshaus angeboten wurde. Und es brachte gleich viel mehr Geld ein als erwartet: Christie's hatte den Wert vor der Auktion auf 7000 bis 10.000 Dollar geschätzt. Den Zuschlag erhielt ein anonymer Bieter am Telefon für 432.500 Dollar, umgerechnet rund 380.000 Euro. (SPIEGEL ONLINE)

Was für eine künstliche Intelligenz hat das Bild "gemalt"?

Wie bei den meisten Kunstwerken hat sich der Künstler auch bei "Edmond de Belamy" in der rechten, unteren Ecke verewigt. Er heißt min G max D Ex[log(D(x))]+Ez[log(1-D(G(z)))]. Catchy. 

(Bild: Christie's / dpa)

Der Name ist die Bezeichnung für den Algorithmus, der das Bild erschaffen hat.

Wie funktioniert das?

Der Algorithmus besteht aus zwei Teilen, dem "Generator" und dem "Discriminator".  Der "Generator" erzeugt neue Bilder aus einem Datensatz von Porträts, die zwischen dem 14. und dem 20. Jahrhundert gemalt wurden.

Der "Discriminator" prüft, ob er die so entstandenen Bilder für menschengemacht oder computergeneriert hält – so lange, bis der Generator den Discriminator überlistet. Eines der Ergebnisse: "Edmond de Belamy".

Wer steckt hinter der Aktion?

Das Pariser Kollektiv Obvious, das aus drei Studenten besteht. Der jetzt verkaufte Druck ist nicht das erste Erzeugnis des Kollektivs, die Belamys sind eine ganze Familie: Neben Edmond gibt es noch zehn weitere Belamy-Drucke. Einen davon verkaufte das Kollektiv bereits im Februar an den Kunstsammler Nicolas Laugero Lasserre. Der sprach von einem "grotesken und zugleich großartigen" Ansatz und bezahlte 10.000 Euro.



Queer

Zwei schwule Pinguine haben erfolgreich ein Ei ausgebrütet und sind jetzt Papas ❤️
Um den frisch geschlüpften Nachwuchs kümmern sie sich jetzt abwechselnd.

Sphen und Magic sind Eselspinguine im "Sea Life"-Aquarium in Sydney. Schon vor längerer Zeit fielen die beiden männlichen Pinguine den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Aquariums auf, weil sie die ganze Zeit gemeinsam umherwatschelten und schwimmen gingen. Schließlich bauten die beiden gemeinsam ein Nest. (AFP)

Das Aquarium stellte ihnen daraufhin ein Ei zur Verfügung, das von einem anderen Pinguinpaar abgestoßen worden war – dieses haben die beiden jetzt erfolgreich ausgebrütet. 

Um ihren Nachwuchs kümmern sich die beiden Papas nun abwechselnd. 

Laut dem Aquarium ist "Baby-Sphengic" am 19. Oktober zur Welt gekommen. Beim Schlüpfen wog das Pinguin-Küken nur 91 Gramm. Welches Geschlecht es hat, wird erst in den kommenden zwei Monaten ermittelt.