Bild: Sarahenna

Ein Satz, der alles verändert: "Du hast Krebs." Von einer Sekunde auf die andere reißt diese Diagnose Betroffene aus dem Leben: Ab sofort bestimmen Chemotherapie, Nebenwirkungen, Arzttermine den Alltag. Nicht nur der Körper muss kämpfen, auch für die Psyche ist es schwer.

Ein schwieriger Moment ist für viele, wenn sie wegen der Nebenwirkungen der Chemotherapie die Haare verlieren. Spätestens mit diesem Verlust wird für jeden sichtbar: Ich bin krank. Beim Anblick im Spiegel wird man sich selbst fremd.

Für viele Krebspatienten ist die einzige Alternative eine Perücke. Die Amerikanerin Sarah Walter hat nun eine andere Möglichkeit gefunden, den Betroffenen neues Selbstbewusstsein zu verleihen: In ihrem Henna-Studio Sarahenna verziert sie die Köpfe derer, die durch eine Chemotherapie ihre Haare verloren haben.

Henna

Hennamalerei gelangte im 16. Jahrhundert vom islamischen Raum nach Indien und ist bis heute Teil vieler Rituale. Beispielsweise ist die kunstvolle Bemalung einer Braut ein wichtiger Bestandteil der Hochzeit: Die verschiedenen Symbole sollen ihre positiven Kräfte bestärken und negative Energien abwehren. Auch bei uns sieht man die Bemalungen häufig als Alternative zum gestochenen Tattoo, da Henna nur ein bis drei Wochen sichtbar bleibt.

Sie wolle dabei helfen, die eigene Schönheit wiederzufinden, sagt Sarah zu bento. In der schwierigen und häufig düsteren Zeit der Krankheit sei die Henna-Bemalung eine aufmunternde Erfahrung: "Es ist doch immer schön, wenn jemand seine Zeit und Aufmerksamkeit nur dir und deiner Schönheit widmet." Die Betroffenen hätten viele positive Rückmeldungen bekommen. "Plötzlich gilt die Aufmerksamkeit nicht mehr der Krankheit, sondern der künstlerischen Verzierungen des Kopfes."

In der Slideshow kannst du dir Sarahs Henna-Tattoos anschauen:

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Everyone is beautiful, and my crowns simply add to the beauty that's already there
Sarah Walter
Wie ist die Idee entstanden?

"Meine Mutter fragte mich, ob ich einer an Krebs erkrankten Freundin eine Freude machen könne. So entstand die Idee, ihren Kopf mit Henna zu verzieren." Das sei so gut angekommen, dass sich immer mehr Personen gemeldet hätten.

(Bild: Sarahenna)

Auch Sarah selbst hat das Schicksal Krebs in ihrem engsten Umfeld erlebt: "Mein Stiefvater ist 2004 an Krebs verstorben. Die Zeit danach war sehr schwer, aber mir ist bewusst geworden, dass aus dem negativen Erlebnis etwas Gutes entstehen kann, um anderen Menschen zu helfen."

Für ihre "Henna Crowns" steht es den Kunden frei, wie viel sie bezahlen wollen. "Jeder soll sich neben der großen finanziellen Belastung einer Krebsbehandlung diese kleine Freude leisten können."


Tech

Gruppenchat und mehr: Diese neuen Funktionen bringt das dicke Snapchat -Update

Snapchat hat kurz vor Weihnachten ein großes Update herausgebracht, dass in den App Stores von Android und iOS bereits verfügbar ist. Mit der neuen Version des Messengers kommen neue Funktionen, auf die Nutzer lange gewartet haben.

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