Bild: Christian Augustin / Getty Images
Im Rausch des... Lesens!

Affiliate-Links. Was ist das?

Wir haben in diesem Text Affiliate-Links gesetzt. Das heißt: Wenn jemand auf einen Link im Artikel klickt, und das Produkt in dem Online-Shop tatsächlich kauft, bekommen wir in manchen Fällen eine Provision. Das hat keinen Einfluss auf unsere Berichterstattung.

Beim Thema Drogen gehen die Meinungen oft krass auseinander. Die einen verteufeln jeden Joint, die anderen reden von verantwortungsvollem Konsum und genialen Abkürzungen ins Unterbewusstsein

Auch bei uns hat jeder seine eigene Meinung zu dem Thema. Und deshalb wollen wir euch da ganz sicher keine Richtung aufdrängen – sondern liefern pflichtbewusst von beidem was.

Erfahrungsberichte

Den auf Tatsachen beruhenden Klassiker "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo", haben sicher die meisten von euch in der Schule gelesen: Berlin in den 80ern, ein Mädchen wird quasi direkt nach dem ersten Zug an einer Tüte heroinabhängig, Kinderstrich, Film mit David Bowie

Die folgenden Autobiographien sind, im Gegensatz zu den "Bahnhofskindern", nicht so eindeutig von der Marke "Betroffenheitsliteratur". Eher: wild, dreckig, rasant. Und auf jeden Fall ohne Weichzeichner verfasst.

(Bild: Giphy )
Bill Clegg: Porträt eines Süchtigen als junger Mann

Clegg ist ein erfolgreicher Literaturagent und steht mit beiden Beinen im Leben – bis seine Sucht nach Crack das Steuer übernimmt und er alles verliert. Wir finden: In keinem anderen Buch wird so gekonnt ein von Paranoia, Gier und Todesangst vernebeltes Hirn aus der Innensicht beschrieben.

(Bild: Amazon )
Bettina Vibhuti Uzler: Party am Abgrund

Ein persönlicher Einblick in die Drogenkultur der Techno- und Rave-Szene, in der die Autorin sich jahrelang zuhause fühlte. Alkohol, Gras, Kokain, Opium: Was sich ausprobieren lässt, probiert Uzler aus, solange nur die Energie auf der Party stimmt. Allerdings stellt sie bald fest, dass spätestens bei der Zollkontrolle auch die beste Partyphilosophie nicht mehr viel wert ist.

(Bild: Amazon )
Benjamin von Stuckrad-Barre: Panikherz

"Panikherz" schlägt irgendwo zwischen Autobiographie und Pop-Roman auf und ist nicht umsonst eines der gehyptesten Bücher der letzten Jahre. Von Stuckrad-Barre erzählt von Sehnsucht, Rockstar-Träumen und Udo Lindenberg. Von Abwärtsspiralen, Leere und Selbstbetrug. Herausgekommen ist eine lesenswerte Biographie: Realität versetzt mit Absurdität, gekritzelt in der Entzugsklinik.

(Bild: Amazon )
$ick: Shore, Stein, Papier

Junkie, Einbrecher, Dealer, Internetsensation. Der Herr mit dem bedenklichen Pseudonym landete mit der YouTube-Serie "Shore, Stein, Papier" einen Überraschungserfolg. Seine Erinnerungen sind aber auch gedruckt ihr Geld wert. Die Offenheit und Ehrlichkeit, mit der "$ick" von seiner Sucht und deren Folgen erzählt, schreckt uns unterm Strich jedenfalls mehr ab, als es jede Moralkeule könnte. 

(Bild: Amazon )
Airen: Strobo

Für ihren Drogen-Roman "Axolotl Roadkill", hatte sich Helene Hegemann berüchtigterweise von einem Blog inspirieren lassen... Dessen Autor führt hier, in seinem eigenen autobiographischen Roman, auf eine verschallerte Tour de Force durch die deutsche Hauptstadt. Falls du schon immer wissen wolltest, was passieren kann, wenn man im Berghain mal tatsächlich am Türsteher vorbeikommt, solltest du hier unbedingt reinlesen.

(Bild: Amazon )
Caroline Knapp: Alkohol, meine gefährliche Liebe

Die meisten Alkoholiker liegen (erstmal) nicht arbeitslos und allein unter der Brücke. Stattdessen wird jahrelang "funktioniert", vertuscht und kleingeredet. Knapp kennt und beschreibt den schizophrenen Spagat zwischen wachsender Alkoholsucht und normalem (Arbeits-)Leben – und betreibt feinfühlige Ursachenforschung

(Bild: Amazon )
Nikki Sixx: The Heroin Diaries

Bei dieser Biographie des Bassisten von Mötley Crüe ist uns mehr als einmal die Luft weggeblieben. Dass der Mann heute noch aufrecht steht, grenzt an ein Wunder. Sixx erzählt vom plötzlichen Erfolg, den schrägen Beziehungen zu seinen Bandkollegen, den flachgelegten Groupies, dem Selbsthass. Ein außergewöhnlicher Insider-Bericht über die fatale Kombi von einem Haufen Geld und einem Haufen Drogen. Hier in der deutschen Übersetzung.

(Bild: Amazon )
Dominik Forster: crystal.klar

Forster saß in Folge seiner Drogensucht nicht nur einmal im Knast. Heute hält er Präventionsworkshops vor Schulklassen. In seiner Autobiographie schreibt er, wie er ins kriminelle Milieu abrutscht; wie er dank Drogendeals und anschaffender Freundin zum "Macher" mit über 1.500 Euro Einnahmen am Tag wird; und wie er irgendwann, mit ganz viel Schwung und Meth-Sucht im Gepäck, auf den harten Boden des Lebens kracht.

(Bild: Amazon )
Jörg Böckem: Lass mich die Nacht überleben

Böckem arbeitet als Journalist und schreibt für einige der wichtigsten Zeitungen Deutschlands. Außerdem gibt er pro Tag circa 500 Mark für Heroin und Kokain aus. "Lass mich die Nacht überleben" beschreibt das unglaubliche Doppelleben eines zwischen Entzugsversuchen und Rückfällen gefangenen Kreativen, das erst nach rund 15 Jahren ein Ende findet. 

(Bild: Amazon )
Romane

Es gibt natürlich Genre-Klassiker, wie "Trainspotting" von Irvine Welsh, oder "Fear and Loathing in Las Vegas" von Hunter S. Thompson. In beiden Fällen gehören sowohl die Bücher, wie auch die Filme – hier geht es einmal zu Ewan McGregor, hier einmal zu Johnny Depp – quasi zum Pflicht-Programm für Interessierte. Wir haben dir aber auch ein paar weniger bekannte Perlen der Drogenliteratur rausgesucht.

(Bild: Giphy )
Simon Borowiak: Sucht

Protagonist Cromwell hat es mit den Uppern und Downern schwer übertrieben – kein Wunder, da seine sieben Hausärzte nichts voneinander wissen! Ein durch und durch vergnüglicher Roman, über durch und durch unvergnügliche Themen wie Entzugskliniken und Depression. Ebenfalls von Borowiak, und auch einen Blick wert"Alk - Fast ein medizinisches Sachbuch".

(Bild: Amazon )
Timo Blunck: Hatten wir nicht mal Sex in den 80ern?

Anti-Held Schröder liebt den Exzess, egal ob es sich um harte Drogen, Sex, oder Alkohol handelt: passender Weise stirbt er deshalb gleich zu Anfang des Romans an einer Überdosis von "zu viel von allem"

Anstatt zu einer Autobiographie, hat sich der Sänger Blunck dazu entschieden, mit "Schröder" ein fiktives Alter Ego zu kreieren. Herausgekommen ist eine erfrischend andere Musiker-Memoire, in der Realität und Phantasie verschwimmen.

(Bild: Amazon )
Denis Johnson: Jesus´ Sohn

Das fängt ja gut an: Die einzige Konstante in Johnsons Roman ist ein nicht gerade vertrauenswürdiger, pillensüchtiger Ich-Erzähler. Der driftet so durchs Leben, und führt dabei die Leser durch mehrere, verschiedengradig absurde und finstere Short Stories. Spoiler Alarm: Der Titel stammt aus einer Liedzeile von Lou Reeds "Heroin".

(Bild: Amazon )
Hilary T. Smith: Hellwach

"Heute ist der erste Sommertag, und drei Dinge weiß ich ganz genau. Erstens: Ich bin glücklich. Zweitens: Ich bin high. Und drittens: Lukas Malcywycks T-Shirt ist so rot, dass ich da am liebsten wie in einen Apfel reinbeißen würde." So süß, wie der Roman aus der Perspektive der 17-jährigen Kiri beginnt, so schräg wird es, wenn du weiterliest. Aber es lohnt -  wir sagen nur: drogeninduzierte Psychosen. 

(Bild: Amazon )
Nick McDonell: Zwölf

Drogen und Mord in der Upperclass Manhattans: Wenn die Eltern unterwegs sind, feiert die Jugend. Und zwar hart. Dieser Roman über stinkreiche Teenager, Designerdrogen und eine blutige Silvesterparty, stand monatelang auf den Bestsellerlisten in den USA. Ein absolut lesenswertes Buch für alle, denen in "Clueless" zu wenig Kokain vorkam! 

(Bild: Amazon )
Fachbücher

Bei den Autobiographien rund um Drogen endet es ja, zumindest beim Missbrauch diverser Muntermacher, eigentlich immer düster. In Forschungs-Arbeiten über Drogen überwiegt hingegen oft die Neugier und Faszination an alternativen Bewusstseinszuständen.

(Bild: Amazon )
Albert Hofmann: LSD - Mein Sorgenkind

Der Schweizer Chemiker Hofmann ist als Erfinder von LSD in die Geschichte eingegangen. Im Zuge von Arzneimittelforschungen stellte er das Halluzinogen im Jahr 1938 zufällig her. Und erforschte danach im Selbstversuch dessen Wirkungen! Auch spannend: die "Fortsetzung" des Buchklassikers aus den 70ern: Neues von der anderen Seite - Die Wiederentdeckung des Psychedelischen.

(Bild: Amazon )
Aldous Huxley: Die Pforten der Wahrnehmung/Himmel und Hölle

In diesen zwei bekannten Essays analysiert der Autor von "Brave New World/Schöne Neue Welt" seine Selbsterfahrungen mit dem Psychedelikum Meskalin. Huxley fasste seine veränderte Wahrnehmung nach dem Konsum wie kein Zweiter in Worte. 

(Bild: Amazon )
Christian Rätsch: Abgründige Weihnachten

Der Hamburger Ethnologe Rätsch erklärt hier, was Weihnachten mit der berauschenden Wirkung von Fliegenpilzen zu tun hat. Jedenfalls eindeutig mehr, als wir dachten. Klingt unterhaltsam? Ist es auch!

(Bild: Amazon )
Timothy Leary: The Psychedelic Experience

Wer sich in Literatur zum Thema Drogen vertieft, kommt an "Guru" Timothy Leary nicht vorbei. Der Harvard-Dozent experimentierte so gründlich wie kaum ein Anderer mit psychedelischen Substanzen, und schrieb mehrere, international bekannte Bücher zu dem Thema. 

(Bild: Amazon )

Wir wünschen dir viel Spaß beim Schmökern und Entdecken. Mit genug Stoff bist du ja erstmal versorgt!


Fühlen

Cardi B wird kritisiert, weil sie schwanger rappt
So cool antwortet sie auf die Vorwürfe.

Die US-Rapperin Cardi B ist gerade ziemlich erfolgreich: Ihr Album "Invasion Of Privacy" wurde innerhalb der ersten Woche 100 Millionen Mal auf Apple Music gestreamt. Damit knackt sie den Rekord, den Taylor Swift 2017 aufgestellt hat. 

Und mit ihrem Debütsong "Bodak Yellow" schaffte es Cardi im Oktober 2017, zur ersten Solo-Rapperin an der Spitze der US-Charts seit 1998 zu werden. (Hiphop.de/SPIEGEL ONLINE)

Jetzt bekommt Cardi B ein Baby und wird dafür kritisiert, schwanger Karriere machen zu wollen.