Bild: Ralf Appelt und Britta Ullrich/ bento
Wie Notizen schöner aussehen und besser helfen.

In Uni und Schule kritzeln wir unsere Notizen oft einfach nur hin, hauptsache schnell. Dabei würde sich etwas mehr Mühe oft lohnen: Denn ein paar Skizzen können helfen, sich Inhalte besser zu merken.

Daran glauben zumindest Ralf Appelt und Britta Ullrich. Sie arbeitet bei Xing und als Visual Trainer, er ist ursprünglich Diplompädagoge, beide interessieren sich für Sketchnotes, für Notizen, die aus Text, Bild und Strukturen bestehen. Darüber haben sie bei der re:publica in Berlin gesprochen. Wir haben sie getroffen und uns Tipps für die nächste Vorlesung geholt: Wie verbinden wir Notizen und Zeichnungen so, dass mehr hängen bleibt?

Was bringen Sketchnotes?
  • Wer nicht nur einen Text schreibe, sondern ihn auch mit Pfeilen, Aufzählungszeichen, Rahmen, Symbolen und Figuren strukturiere und verziere, der könne sich die Inhalte oft besser merken, sagt Ralf Appelt – vor allem Menschen, die visuell lernen. "Beim Schreiben und Zeichnen geht es direkt von der Hand in den Kopf."
  • Wer Sketchnotes zeichnet, der schafft es nicht, einen ganzen Vortrag mitzuschreiben; aber das sei auch nicht zwingend effektiv: "Sketchnotes zwingen uns dazu, nur das Wichtigste herauszufiltern", sagt Britta Ullrich.
  • Zwar gibt es zu den allermeisten Vorlesungen Power-Point-Skripte, doch die sind oft wenig ästhetisch. Wer mitschreibt und zeichnet, hat nicht nur schönere Protokolle, sondern muss beim Lernen auch nicht die ganze Zeit in den Laptop starren.
Simple Skizzen für den Anfang – die Fotostrecke:
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1. Suche dir Icons, die du immer wieder verwenden kannst!

Eine Glühbirne kann für eine gute Idee stehen, ein iPhone für moderne Technik, ein nachdenklicher Smiley für eine Frage, die offen geblieben ist. Simple Icons können die Notizen so verständlicher machen: Wer beim Lernen anschließend noch einmal besonders wichtige Stellen anschauen will, muss nur nach Glühbirnen suchen. Und wer Zitate des Professors nachlesen will, sucht zum Beispiel nach Sprechblasen.

2. Figuren zu zeichnen, ist gar nicht so schwer!

Medizinstudenten möchten einen Patienten symbolisieren, Lehramtsstudenten einen Schüler. Auch wer kein künstlerisches Talent hat, kann einfach Figuren zeichnen – zum Beispiel nach dem Sternen- oder Karten-System. Und so sieht das aus:

(Bild: bento)
3. Schwierige Dinge trotzdem schriftlich notieren!

Zeichnungen können nicht alle komplizierten Sachverhalten erklären. "Schwierige Begriffe, die für Klausuren wichtig sind, muss man sich immer noch einmal aufschreiben", sagt Appelt.

4. Integriere Emotionen!

Augenbrauen und Mund verleihen einem Smiley Emotionen; beim Lernen können die sehr helfen, sagt Ullrich. Ein trauriger Smiley kann zum Beispiel dafür stehen, wenn man in der Vorlesung etwas noch nicht verstanden hat und nacharbeiten sollte.

(Bild: Ralf Appelt und Britta Ullrich/ bento)

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