Bild: DPA / Jon Super

Wirft man einen Blick auf das große Ganze, erinnern die aneinander gereihten Menschen in unterschiedlichen Blautönen tatsächlich an den unregelmäßigen Wellengang des Meers.

3.200 Kunstinteressierte haben sich dieses Wochenende in vier verschiedenen Blautönen bemalen lassen, um beim neuesten Fotografieprojekt von Spencer Tunick mitzuwirken. Es soll auf die maritime Geschichte der britischen Stadt Hull aufmerksam machen.

It intrigues me that in some places where there are major streets or parks today, previously there was water. To reflect this I’ll be using body paint so that the massed people create the idea of a sea of humanity flooding the urban landscape
Spencer Tunick

Aus 20 Ländern sind die Teilnehmer des Kunstprojekts "Sea of Hull" angereist, die Farbe Blau soll die Verbindung der Stadt mit dem Meer symbolisieren. Drei Stunden ließen sich die Menschen am frühen Samstagmorgen vor den Wahrzeichen der Stadt fotografieren. Zwischen Mitternacht und 10 Uhr morgens wurden dafür die Straßen gesperrt, die kühlen Temperaturen waren der Stimmung zum Glück nicht abträglich.

Initiiert wurde die Aktion von der Ferens Art Gallery in Hull, die den Fotografen beauftragte. Der Amerikaner macht einfach das, was er am besten kann: Nackte Menschen aus aller Welt im Auftrag der Kunst zusammenzutrommeln. Sein bisher größter Coup fand 2007 in Mexiko statt: 18.000 Freiwillige zogen sich damals für die Kunst aus.

I needed around 2,500 to 3,000 volunteers to do this work and 3,200 came
Spencer Tunick

Tunick war von der großen Teilnahmebereitschaft sichtlich beeindruckt: "Ich war überrascht, dass auch so viele ältere Menschen an dem Projekt teilnahmen. Menschen, die Probleme mit dem gehen hatten, im Rollstuhl saßen", so der Fotograf zum Guardian. "Sie haben sich nicht abhalten lassen."

2017 werden die Fotografien in der Ferens Art Gallery zu sehen sein. Hull ist nächstes Jahr die Kulturstadt Großbritanniens.


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