Bild: Sara Lorusso

Spiegeleier gehören eigentlich in die Pfanne und Tulpen in die Vase. Sara Lorusso drapiert diese Dinge aber lieber auf nackten Frauenkörpern.

Mit einer analogen Kamera hält die 21-jährige Fotografie-Studentin aus Bologna die weibliche Sexualität in sanften Bildern fest und veröffentlicht sie anschließend auf ihrem Instagram-Account loruponyo. Dabei kombiniert sie Nacktheit mit Glitzer, Obst, Blumen und Brot.

Und so ästhetisch sieht das aus:
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Wir haben mit der Künstlerin gesprochen und gefragt, wie Toast und Sex zusammenpassen:

Was willst du mit deinen Bildern erreichen?

Jede Frau sollte ihre Sexualität zeigen können, ohne dafür verurteilt zu werden. Darum geht es mir auch in meinem Fotoprojekt: Ich zeige meine persönliche Idee von Sex, welche man nicht mit Pornografie verwechseln sollte.

Wenn man über Sexualität spricht hat man ja oft obszöne Bilder im Kopf. Ich wollte genau das Gegenteil kreieren – eine ideale Parallelwelt aus Blumen, Früchten und schönen Dingen.

Jeden Tag werden wir auf der Straße, im Internet oder im Fernsehen mit Millionen von Eindrücken konfrontiert. Nur die wenigsten lösen echte Emotionen aus. Ich möchte, dass Menschen meine Bilder betrachten und Fragen stellen. Sich selbst und anderen.

Zum Beispiel?

Warum der weibliche Körper meist auf das Offensichtliche reduziert wird. Die Vagina einer Frau zum Beispiel. Sie ist nicht einfach nur ein Geschlechtsorgan, sondern viel komplexer. Sie fühlt sich auch nicht immer gleich an. Das Bild, auf dem eine Frau einen Kaktus in den Händen hält, soll genau das ausdrücken.

Warum fotografierst du ausgerechnet Spiegeleier auf Brüsten und Sandwiches zwischen den Beinen?

Die Idee kam beim Essen: Als ich meiner Mutter ein Brot belegte, ist mir plötzlich aufgefallen, wie sehr dieses Sandwich einer Vagina ähnelte. Das wollte ich fotografieren.

Das Bild mit den Eiern war eigentlich ein Scherz. Ich habe eine ähnliche Illustration von der Künstlerin Marion Fayolle gesehen und mich direkt verliebt. Ich wollte mit diesem Gedanken ein bisschen spielen. Und das ist das Ergebnis.

So sieht die originale Illustration der französischen Künstlerin Marion Fayolle aus:

Was inspiriert dich?

Meine größten Inspirationsquellen sind die Natur und der weibliche Körper. Ich habe nach einer Möglichkeit gesucht, beides miteinander in einem einzigen Foto zu verbinden. Geholfen haben mir dabei besonders die Werke des US-amerikanischen Künstlers Robert Mapplethorpe und des Berliner Fotografens Wolfgang Tillmans.

Der "Freischwimmer" von Wolfgang Tillmans:

Ausstellung des verstorbenen Künstlers Robert Mapplethorpe:

Mehr natürliche Sexualität: Die Fotografin Caroline Mackintosh findet, wir sollten alle häufiger nackt sein. Denn: "Wenn wir nackt sind, sind wir so, wie wir wirklich sind." Hier sind ihre Bilder:

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