Sasha Frolova

Lady Gaga hat es getan. Miley Cyrus auch. Aber wenn es darum geht, in hautenge Latex-Kostümen aufzufallen, kann keine von beiden mit Sasha Frolova aus Moskau mithalten. Die 31-jährige Performance-Künstlerin zwängt sich seit Jahren in selbst hergestellte Latex-Kleidung – riesige blaue Haare inklusive, fast größer als sie selbst.

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Ihre Kunst: Skulpturen, Kostüme, Perücken, Popmusik. Ihre Einflüsse: Anime, Drag, Fetish. Die Moskauerin ist die Verkörperung des Alles-Bunt-Weltfrieden-Klischees. Aufblasbar versteht sich. "Ich bin ein übernatürliches, weibliches Wesen und komme aus einer Paralleldimension in der Zukunft", sagt sie. Mit ihrer "Aquaaerobika-Show" tourt sie durch halb Europa, um ihre Botschaft vom "Icecream-Paradies" mit Rummel-Beats in die Welt zu tragen. Das Arte-Magazin Tracks hat sie zum Interview getroffen:

Sasha Frolova will mit ihren bunten Plastikträumen ihrem Publikum einen Alternativen Blick auf die Welt zeigen. Gerade in Russland ist das nicht einfach – subversive, politische Kunst hat es schwer in Putins Reich. Wenn sie in Moskau auftritt, dann oft nur vor wenigen Zuschauern. Also tourt sie durch Europa, zum Beispiel nach London, wo sie zur Alternativen Miss World gekürt wurde.

Arte Tracks, am Samstag, 16. Januar, um 22.50 auf Arte

Außerdem in der Sednung: Ein Bowie-Vintage-Special und ein Besuch in Neapel auf den Spuren der Mafia-Serie "Gomorrha".