Die Malerin hatte eigentlich gehofft, dass sie dem Kunstwerk gegenüber aufgeschlossener sind als die New Yorker.

Mit einem tiefblauen Penis auf einer Wohnhauswand im schwedischen Stockholm wollte die Künstlerin Carolina Falkholt für mehr sexuelle Aufklärung sorgen (bento). Jetzt beschweren sich erste Anwohnerinnen und Anwohner und fordern: Der Penis muss weg! 

Erst seit einer Woche gibt es den Penis, jetzt soll er übermalt werden.

Grund dafür sollen Beschwerden der Anwohner sein. "Kultur und Kunst sind wichtig für die Entwicklung interessanter urbaner Umgebungen. Natürlich ist uns künstlerische Freiheit wichtig, wir müssen aber auch die Meinungen der Nachbarn respektieren", ließ die für das Gebäude verantwortliche Firma durch ihre Marketingmanagerin verlauten. (The Guardian)

Der Penis sollte eigentlich zum Denken anregen.

Viele hätten den Penis als einen "wichtigen Teil der Debatte über Sexualität, Körper und Geschlecht wahrgenommen" – andere, besonders Nachbarn, sollen sich davon jedoch persönlich angegriffen gefühlt haben.

Wie geht es jetzt weiter?

Auch in New York hat die Künstlerin eine Wand mit einem Riesenpenis verziert, jedoch in rot und pink. Das Bild erstreckte sich über vier Stockwerke in der Broome Street. Nach kurzer Zeit wurde es übermalt, weil es auch die dortigen Anwohner irritiert haben soll.

Mit dem Kunstwerk in Stockholm sollte alles anders werden. "Ich denke, dass es vielleicht etwas länger bleiben darf, die Menschen die Botschaft dahinter verstehen und es einen Platz in der Debatte finden wird", hofft die Künstlerin. (The Guardian)


Future

Tobi hat im tiefsten Bayern einen Coworking Space aufgebaut
Landleben und Karriere müssen sich nicht ausschließen.

Ein Metzger mit blutverschmierter Schürze und gelben Gummistiefeln öffnete Tobias vor zwei Jahren die Tür zu seinem neuen Glück: 140 Quadratmeter Bürofläche, direkt an der Ortsdurchfahrt von Viechtach, Niederbayern. Mehrere Jahre hatte der Metzger vergeblich versucht, den Raum neu zu vermieten.

Drinnen: rote Terrakottafliesen, ein alter Roller, zugestaubte Möbel. Draußen: eine Pferdewiese. Es dauerte keine zwei Wochen, da waren die Räume leer, dann zogen Sitzsäcke, eine Tischtennisplatte, mehrere Schreibtische, eine Kaffeemaschine und Diskokugel ein. Nur die Pferde vor der Tür, die blieben. 

"Woidhub" sollte der Coworking Space mitten in der bayerischen Provinz heißen.