Die Message der Künstlerin: Let's talk about sex.

Ein tiefblauer Penis auf einer Wohnhauswand im schwedischen Stockholm – mit diesem Motiv will die Künstlerin Carolina Falkholt nicht nur Aufsehen erregen, sondern für mehr sexuelle Aufklärung sorgen.

Was die Nachbarn davon halten – unwichtig.

Das Kunstwerk erstreckt sich über fünf Stockwerke und ist auf legalem Grund gemalt: Die Wand, mitten in der Stadt in der Kronobergsgatan, gehört der Kunstorganisation "Kollektivet Livet". Die Maler entscheiden selbst, was sie dort zeigen. 

Carolina Falkholt wolle eine Debatte anstoßen, über den Körper, Sexualität und Freiheit. 

Menschen, die sich von dem Penis auf der Wand gestört fühlen, sollen ihres Erachtens nach darüber nachdenken, weshalb dem so ist. Sex sei eine wichtiges Thema, über das nie diskutiert werde, weil es als zu schmutzig empfunden werde. Die schwedische Künstlerin erhoffe sich, dass ihr Kunstwerk zu Diskussionen über den Umgang mit Sex führt. (Aftonbladet)

Auch in New York hat die Künstlerin eine Wand mit einem Riesenpenis verziert, jedoch in rot und pink. Das Bild erstreckt sich über vier Stockwerke in der Broome Street. Nach kurzer Zeit wurde es übermalt, weil es die Anwohner irritiert haben soll. 

Eigentlich malt Carolina Falkholt Vaginas. Nachdem sie ein Vagina-Kunstwerk fertig gemalt hatte, wollte sie zum Ausgleich das männliche Gegenstück zum Kunstwerk machen. So entstand also der erste Penis in New York. (Guardian

Falkholt finde, dass Kunst eine der letzten Möglichkeiten sei, frei zu diskutieren – egal, wie schwierig ein Thema auch sei.

Der Stockholmer Riesenpenis ist bisher noch an Ort und Stelle. Vielleicht sind die Schweden etwas offener als die New Yorker. 


Today

Die Zahl der rechtsextremen Verdachtsfälle in der Bundeswehr steigt weiter an
"Heil Hitler"-Rufe, Rechtsrock und Hakenkreuz-Schmierereien.

Die Anzahl der Verdachtsfälle auf Rechtsextremismus in der Bundeswehr ist gestiegen. Der Bundeswehr-Geheimdienst geht aktuell 431 Fällen nach, vor einem Jahr lag die Zahl noch bei 275. Seit Januar 2018 sollen 23 neue Verdächtigungen hinzugekommen sein.

Das berichtet die Funke-Mediengruppe, die sich auf eine Antwort des Verteidigungsministeriums auf eine Parlamentsanfrage beruft.