Bild: Michel Euler/AP/dpa

Wer am Freitag in Paris das Seine-Ufer entlang spazierte, erblickte ein ungewöhnliches Bild – nur einige Meter von Notre Dame entfernt war scheinbar ein Pottwal gestrandet, dazwischen wuselten Wissenschaftler in weißen Anzügen und Schutzmasken, es roch nach verwestem Fisch.

Aber wie kann es sein, dass ein 15,8 Meter langer Pottwal mitten in Paris strandet? Mit Hilfe des belgischen Künstlerkollektivs Captain Boomer! Der Wal war in Wirklichkeit nur eine Attrappe. Die Perfomance fand im Rahmen des Festivals "Paris l'Été" (Paris – der Sommer) statt.

Und auch das Forschungsteam der "International Whale Organisation", das den Wal untersuchte und die Fragen der Umstehenden beantwortete, wurde in Wahrheit nur von Künstlern gespielt

So sah die Aktion in Paris aus:
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Vor Paris hatte das Captain Boomer Kollektiv bereits Walattrappen unter anderem in London, Antwerpen und Ostende drapiert. Mit den Wal-Strandungen wollen sie das Umweltbewusstsein der Zuschauer erhöhen und Fragen provozieren, schreiben sie auf der Seite des Festivals.

"Der gestrandete Wal ist eine gigantische Metapher für die Erschütterung unseres Eco-Systems. Dadurch bekommen Menschen das Gefühl, dass ihre Verbindung mit der Natur gestört ist. Das Spiel zwischen Fiktion und Realität verstärkt dieses Gefühl der Verstörtheit", erklärte das Kollektiv auf ihrer Webseite.

Hier das Video zur Aktion: 

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Mann ruft Polizei, weil er beim Monopoly verloren hat
Ein sicheres Zeichen dafür, dass man wirklich nicht verlieren kann

Man kann schon mal richtig sauer werden, wenn man ins Gefängnis muss. Wenn man die Schlosstraße verliert, oder sich den Bahnhof Nord nicht leisten kann... 

Ja! Monopoly ist für die Psyche eine große Herausforderung. Es gibt Verlierer, die spielen einfach weiter, andere haben eine Träne im Auge, spielen nicht mehr mit – und in seltenen Fällen wird auch schon mal das Spielbrett umgeworfen. 

Doch jetzt hat doch tatsächlich ein Mann aus lauter Frust die Polizei verständigt. 

Wie bitte?