Drehen Sie sich um, hier gibt's nichts zu sehen!

Der Fotograf Oliver Curtis hat sich aufgemacht zu den Sehenswürdigkeiten der Welt: Nach Indien ist er gereist, nach China, durch Großbritannien. Er war in Berlin und New York. Und dann ist er weiter, immer weiter.

Doch statt wie wir, ganz touristisch, den Fotoapparat auf die Pilgerstätten zu richten, hat er sich jeweils umgedreht – und in die umgekehrte Richtung fotografiert. Volte-face hat er seine Fotoserie genannt, Kehrtwendung.

Wir sehen Stonehenge aus der Sicht von Stonehenge. Blicken mit den Augen der Mona Lisa in den Louvre in Paris hinein. Wir blicken nicht auf die Klagemauer in Jerusalem, sondern mit der Klagemauer.

Fotos: Volte-face von Oliver Curtis
Weiße Haus, Washington DC
Lincoln-Denkmal, Washington DC
Klagemauer, Jerusalem
Taj Mahal, Indien
Stonehenge, England
Christusstatue, Rio de Janeiro
Freiheitsstatue, New York
Reichstag, Berlin
Sonnenpyramide von Teotihuacán, Mexiko
Mona Lisa, Louvre, Paris
Mao-Mausoleum, Peking, China
Lenin-Mausoleum, Moskau, Russland
Demilitarisierte Zone, Korea
Chinesische Mauer
Kolosseum, Rom, Italien
Buckingham Palace, London
KZ Auschwitz, Polen
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Die Idee ist zwar nicht völlig neu, praktisch jeder Fotoratgeber empfiehlt, die Touristen selbst zum Motiv zu machen. Aber Oliver Curtis konzentriert sich nicht auf Horden von Menschen mit Fotoapparaten im Anschlag. Stattdessen zeigt er ruhige, fast schon meditative Szenen.

Die bedeutsamen Orte verlieren damit etwas von ihrem Mythos und werden in unsere ganz normale Umgebung gezerrt. Wir sehen nicht Hunderte Jahre alte Kunstwerke, sondern Absperrgitter und Mülleimer. Die Sehenswürdigkeiten dieser Welt sind oft auch nur die Rückseite von einem Parkplatz.

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Leider wirklich wahr: J.K. Rowling will keine weiteren Potter-Bücher mehr schreiben
"Harry is done now."

Es hätte ja sein können. Vielleicht. Immerhin spielt Harry Potter in London auf der Bühne, immerhin ist heute "Harry Potter and the Cursed Child" erschienen. Da hätte sich ja J.K. Rowling vielleicht doch dazu hinreißen lassen können, weitere Potter-Bücher zu schreiben. Aber: "Nein, nein", sagte sie jetzt der Nachrichtenagentur Reuters. "Harry is done now." Harry ist durch.