Bild: dpa / Johannes Schmitt-Tegge
Eine britische Künstlerin wollte das so!

Kennt ihr noch das hier?

Zu dieser legendären Forderung kam Oliver Kahn vor nicht weniger als 15 Jahren. 

Damals wollte ein Reporter wissen, was beim 0:2 auf Schalke gefehlt hat. Oli Kahn daraufhin, unvergessen: "Eier, wir brauchen Eier!"

Nach mehr als einem Jahrzehnt wurde Oli nun erhört, endlich. Für ihre erste Retrospektive in den USA hat sich die britische Bildhauerin Sarah Lucas 1000 echte Hühnereier besorgt – und daraus Kunst gemacht.

Die Eier kamen geflogen. In New York ließ Lucas die Eier von mehreren Frauen an eine weiße Wand werfen. Das Ergebnis ist die großflächige Arbeit "One Thousand Eggs: For Women" und Teil ihrer Ausstellung im "New Museum". 

Man muss sich das genauso vorstellen, wie wir das beschrieben haben: An einer weißen Wand läuft Ei herunter, klares Eiweiß, gelber Dotter, vermischt mit Schalenstückchen. Es flatscht und flutscht und läuft. Im großen Stil. Ist das Kunst oder kann das weg?

Es gehe nicht darum, die Ausstellungsräumlichkeiten zu besudeln, sagte die Künstlerin selbst. "Es geht darum, ganz ordentlich zu sein und das schönste Ei-Gemälde zu machen."

Vor einiger Zeit hat Sarah Lucas schon mal so ein Ei-Gemälde gemacht, also machen lassen, in einer anderen Ausstellung. Das war zu Ostern und sah so aus: 

Als die Frauen in New York gleichzeitig Eier an die Wand klatschen ließen, sagte Lucas der Website "ArtNews" zufolge: "Es ist ein bisschen wie Feuerwerk, oder?"

Als die Frauen fertig waren, sah das in dem New Yorker Museum so aus.

(Bild: dpa / Johannes Schmitt-Tegge)

Ob als Objekt im Stillleben, als natürliches Symbol für Wiedergeburt oder gar als winziger Stellvertreter für den Künstler selbst: Das Ei hat in der Kunstwelt schon öfter Karriere gemacht. Bei Paul Cezanne, Salvador Dalí und Martin Kippenberger zum Beispiel.

Sarah Lucas ist vor allem für ihre provokanten Gipsskulpturen des weiblichen Unterleibs bekannt. Dafür verwendet sie Alltagsgegenstände wie Zigaretten, Gemüse und Strumpfhosen. Ihre Arbeiten drehen sich um Fragen von Gender, Sexualität und Identität und wirken dabei mal erotisch, mal beklemmend – und manchmal auch ein bisschen komisch.

Mit Material von dpa


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