Mit Essen spielt man nicht. Es sei denn, es geht um Instagram, da sind für Likes viele Mittel recht. Auch der japanische Künstler Gaku hat einen ganz eigenen Zugang zu Food-Fotos entwickelt: Gaku schnitzt aus Obst und Gemüse kleine Kunstwerke.

Ein Brokkoli wird dann zum psychedelischen 3D-Kunstwerk, auf einer Banane entsteht plötzlich eine Manga-Szene aus "Dragon Ball" und Karotten werden zum Kettenschmuck. Seit gut einem halben Jahr teilt er seine geschnitzte Kunst auf einem Instagram-Kanal, knapp 28.000 Menschen folgen ihm dort.

Die besten Bilder zum Klicken – So schön sieht die Gemüse-Kunst von Gaku aus:
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Was Gaku macht hat Tradition. In Japan nennt man die kunstvolle Gemüseverzierung "mukimono". Mit hübsch verzierten Buffets wollten Japaner in früheren Zeiten die Götter milde stimmen. Die Tradition wurde bereits im 17. Jahrhundert populär (Fast Japan). Ähnliche Verzierungstechniken gibt es auch in China, in Zentralasien und in einigen Ländern des Nahen Ostens.

Lust auf noch mehr japanisches Instagram-Essen? Hier gibt es Brot-Bildchen:


Haha

Germany, we need to talk – und zwar über deine Direktheit

Elena Cresci, 27, hat schon mehrmals in Deutschland gelebt. Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die sie einfach nicht begreift – und über die sie sich in den ersten Folgen unserer Satire-Kolumne "Germany, we need to talk!" bitterlich beschwert hat. Deutschen Tee zum Beispiel, die Unfähigkeit zu fluchen – und vor allem die Unart der Deutschen, andere Menschen anzustarren. Denn das würde sie als höfliche Britin natürlich niemals tun! (Zumindest nicht offen...)

Inzwischen ist Elena zurück in London, und sie stellt fest: Es gibt doch ein paar Dinge, die sie vermisst – ausgedehnte Mittagspausen zum Beispiel. Oder die deutsche Direktheit. Denn die Deutschen sagen einfach, was sie denken, und labern nicht ewig um den heißen Brei herum (so wie Elenas Landsmänner und -frauen).