Es ist auf jeden Fall ziemlich unterhaltsam.

Wer sich Kunst aufhängt, hat einen Sinn für Ästhetik. Könnte man annehmen.

Ein Instagram-Account zeigt jedoch, dass "Kunst an den Wänden haben" und "Geschmack haben" nicht unbedingt miteinander zusammenhängen. 

"Great Art in Ugly Rooms" ist genau das, was der Name verspricht. Der Account zeigt Meisterwerke der Kunstgeschichte, deren Reproduktionen es unter irgendwelchen unglücklichen Umständen in einige der am furchtbarsten eingerichteten Zimmer der Welt geschafft haben.

Und irgendwie ist der Kontrast zwischen Gemälden und Gerümpel so interessant, dass inzwischen fast 25.000 Menschen die schöne Kunst in den hässlichen Räumen sehen wollen.

So sieht das dann aus:

Wie im Louvre. Nur ohne Anstehen. Und mit Heizungsrohren. Und Briefkästen. 

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another find from @decorhardcore

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Cindy Sherman schlüpfte als Fotografin in viele Rollen. Die der Waschsalon-Kundin war unseres Wissens nach allerdings nicht dabei.

Was ist schöner als ein Meisterwerk über einem Pissoir? Richtig! Drei Meisterwerke über einem Pissoir.

Die impressionistische Finesse dieses Monets wird noch dadurch verstärkt, dass die Wand dahinter in derselben Farbe wie der Teich zu schimmeln scheint.

Der "Wanderer über dem Nebelmeer" dient häufig als Symbolbild für nachdenkliche Stimmung. Und die kann einen ja wirklich überall treffen – auch im "Grillimbiss Dubrovnik".

Das Gemälde ist vermutlich ein gutes Jahrhundert älter als der restliche Raum. Und trotzdem in der wesentlich besseren Verfassung.

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#paulcezanne

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Charmantes Detail: Wie der Vorhang des Fensters, das halb in der Decke, halb in der Wand eingelassen ist, über den Bilderrahmen ragt und so die Symbiose von Bild und Raum perfekt macht.

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#edwardhopper #roomsbythesea

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Endlich verstehen wir, warum sich das mysteriöse Mädchen auf Richters Gemälde wegdreht!

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#gerhardrichter

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Wenn Dostojewski gewusst hätte, dass sein Bildnis mal in einem Schnapsladen landen würde, hätte er vielleicht andere Bücher geschrieben. Wobei...vielleicht auch nicht.

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Perov

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Sowas nennt man dann wohl Eklektizismus.

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HBD #motherwell

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Kontext ist König: In einem schlichten Museumssaal würde man gleich merken, dass es sich hierbei um ein minimalistisches Kunstwerk handelt. Im Wohnzimmer von Familie Hopfenstein hält man es eher für einen leeren Bilderrahmen.

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#agnesmartin

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Grün

Was ist eigentlich aus dem Hype ums Containern geworden?

"Bananen, Rewe-Bananen, Chiquita-Bananen und noch mehr Bananen" – Alex Cio baut in der Küche einen Berg Bananen auf, die er beim Containern gefunden hat. Vor ein paar Jahren gab es einen Hype darum – doch der scheint abgeflacht. Fast alle Webseiten, über die Wer containert heute noch?

Zumindest Alex macht es. Der ehemalige Sotfwareentwickler hat einen Blog, einen Instagram-Account und einen YouTube-Kanal, wo er übers Containern informiert – und über Lebensmittelverschwendung.