Bild: Lucea Spinelli
Lucea Spinelli fotografiert wie eine Zauberin.

Für Lucea Spinelli, 28, ist das Bezauberndste an dieser Welt das Licht. Mit der Kamera in der Hand will sie Dinge greifbar machen, die unsere Augen sonst nicht wahrnehmen können.

In ihren Kunstwerken tanzen Lichtfäden, Lichtwürmchen, Lichtstrahlen und Lichtknäule um stillstehende Objekte herum. Sie feiern ihre eigene kleine Party. Das Licht schlängelt sich durch alte Gebäude, läuft die Treppe rauf und runter oder schaukelt auf einem Kinderspielplatz.

So toll sieht es aus, wenn sich das Licht durch die Welt schlängelt:

Die Objekte und Räume, die Spinelli abbildet, sind der Ausgangspunkt ihrer Inspiration, erzählt die Künstlerin im Gespräch mit bento: "Ich wähle meine Motive anhand ihrer Fähigkeit, das Unsichtbare sichtbar zu machen."

Lichtschwaden in einem Glasgefäß symbolisierten beispielsweise angestaute Emotionen, die wir im Inneren verbergen. Der kleine Lichttornado, der über die Bettlaken fegt, versinnbildlicht den Schlafplatz als Geburtsstätte unserer Träume.

Wir haben die Lichtbewegungen für euch angehalten – die Fotostrecke:
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In ihrem Philosophie- und Politik-Studium lernte die Fotografin aus Brooklyn eine Sprache, die ihr Bereiche außerhalb unserer Wahrnehmung verständlich machten, erzählt Spinelli im Interview mit "Architectural Digest". Es seien diese Bereiche, aus denen die Träume und Geister stammten, die uns umgeben. Mit ihrer Kunst begibt sich Spinelli auf eine kreative Suche nach diesen Wesen.

Dank Langzeitbelichtung werden die Bilder zu Kunstwerken. Dabei ist das einfallende Licht wie Farbe auf einem Pinsel, schreibt Spinelli auf ihrer Webseite. Durch das lange Öffnen des Verschlusses ihrer Kamera zieht Spinelli die Lichtstriche über die ausgewählten Motive. Als "Geisterportraits" oder "Lichtzeichnungen" beschreibt die Künstlerin das Resultat ihrer Arbeit.

(Bild: Lucea Spinelli)

Aus den meisten ihrer Werke produziert Spinelli Gifs. Sie erzählt, dass sie fasziniert ist von diesem grafischen Format, das sich immer wieder abgespielt – ohne Kontrolle. "Es fühlt sich an, als hätten sie ein Eigenleben."

Für jedes Bild braucht sie etwa zwei Stunden, je nachdem, aus wie vielen Einzelbildern das Werk schließlich besteht. Ihre Beziehung zur Fotografie beschreibt sie als eine kindliche Faszination. "Für die meisten sind unscharfe Formen und Farbstreifen, die durch Bewegung und Licht erzeugt wurden, ein Fehler in den Aufnahmen," erklärt sie. "Für mich sind sie das Faszinierendste und Aufregendste an der Fotografie."

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