Bild: Hannah Rothstein

Der Klimawandel ist ein reales Problem – das in der Politik der neuen US-Regierung keine große Rolle mehr spielt. Trumps Team schraubt Gelder für den Umweltschutz zurück und investiert wieder verstärkt in den Abbau von Kohle und in die Ölförderung (bento). 

Vor allem die Nationalparks in den USA spüren die Folgen des Klimawandels schon jetzt: Gletscher in den Rocky Mountains schmelzen, Waldbrände breiten sich immer häufiger aus. In 235 von 289 Nationalparks kam es zwischen 1901 und 2012 zu extremen Hitzerekorden (Scientific American).

Die Künstlerin Hannah Rothstein will nun darauf aufmerksam machen – mit eindringlichen Plakaten.

Die 31-Jährige aus Berkeley in Kalifornien hat historische Poster umgestaltet. Plakate, die einst schöne Naturszenen der US-Nationalparks zeigten, sind nun als wüste und kaputte Landschaften bebildert. Ein Blick in die nicht so ferne Zukunft.

So sehen die Illustrationen aus:
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Hannah wollte den Menschen das Bewusstsein geben, "dass sich etwas verändert und wir darüber reden müssen", sagt sie bento. Ihre Plakate zeigen sterbende Mangroven in den Everglades, hungernde Bären im Yellowstone und tote Bäume im Redwood Park. "Nach der US-Wahl spürte ich, dass ich vor vielen Veränderungen Angst habe – der Klimawandel stand da ganz oben auf der Liste."

Die Originalposter stammen aus den Dreißiger- und Vierzigerjahren, gestaltet von einem Parkranger namens Doug Leen. Die Umdeutung zeigt nun drastische Veränderungen, wie sie der Klimawandel ermöglichen könnte. Hannah hat sich dazu Studien und Forschungsergebnisse angesehen. 

"Oft wird der Klimawandel nur in Grafiken und Zahlen dargestellt", sagt Hannah – eben so, wie ihn Wissenschaftler sehen. "Ich möchte dieser Thematik nun eine visuelle Stimme geben."

Auf ihrer Homepage verkauft Hannah die Poster – ein Teil des Erlöses spendet sie für den Umweltschutz.

Die Idee der veränderten Plakate ist nicht neu. Hier hat ein Künstler Urlaubs-Werbung umgedeutet:


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Fünf unterschätzte Serien aus Australien, die du unbedingt sehen solltest

Immer nur USA, USA, USA: Geht es um gute Serien, sind wir viel zu stark auf Amerika fixiert. Dabei hat vor allem Australien Produktionen zu bieten, die locker mithalten können.

Dass wir davon wenig mitbekommen, hat auch einen praktischen Grund: Während die Verwertungskette von Amerika nach Deutschland meist einwandfrei funktioniert und wir hier oft zeitgleich in den Genuss neuer Produktionen kommen, stehen auf Webseiten anderer ausländischer Anbieter ständig Sätze wie: "Sorry, das kannst du nur sehen, wenn du dich in Australien befindest."

Das Internet ist eben doch nicht grenzenlos. Wir aber stellen fünf australische Serien vor, die ihr über Streaming-Anbieter in Deutschland oder frei im Internet sehen könnt – und euch noch mehr wünschen lassen, dass die virtuellen Grenzen endlich fallen.