Shisha-rauchen neben Gartenzwergen

Wie leben Muslime in Deutschland? Was fühlt eine Kopftuchträgerin, wenn sie in der U-Bahn alle anstarren? Wie sieht sie eigentlich aus, so eine Hinterhofmoschee? 

Über Muslime und wie sie in Deutschland ankommen, leben, eine Heimat finden, wird viel diskutiert. Oft enden alle Aussagen über deutsche Muslime in markigen Sätzen – von "Der Islam gehört auch zu Deutschland" (Aussage des damaligen Bundespräsidenten Christian Wulff) bis zu "Maria statt Scharia" (NPD-Wahlplakat). Geredet wird meistens über Muslime und selten mit ihnen.

Jetzt gibt es Fotos, die das Leben von Muslimen in Deutschland endlich einmal anders zeigen: ohne Klischees und ganz nah dran.

Erschienen sind die Bilder im deutschen Nahost-Magazin "zenith". Plötzlich wird sichtbar, wie normal muslimisch-deutsches Leben sein kann, sagt "zenith"-Onlinechef Robert Chatterjee zu bento. "Es gibt den interessanten Blick von Innen – wie auch den Blick von Außen." 

Eine Bilderserie verhandelt "typisch deutsche Spießigkeit":
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Die Bilder von Emine Akbaba sind nur ein Teil der eingereichten Beiträge. Drei Mal hatte "zenith" den Wettbewerb bereits ausgeschrieben, zuerst 2011, dann 2013 und 2014 erneut. 

Jetzt wird ein neuer Wettbewerb ausgeschrieben – es geht um den Islam in Europa.

"Der Blick auf Europa ist natürlich deshalb gewählt, weil der Islam gerade das einigende Band der Neurechten ist", sagt Robert. Vom Front National in Frankreich bis zur AfD in Deutschland haben rechtspopulistische Parteien Muslime zur "Gefahr für das Abendland" erklärt – der europäische Islam steht im Fokus wie schon seit langem nicht mehr.

zenith Fotopreis "Islam in Europa"

Bei dem Wettbewerb gibt es drei Preise zwischen 500 und 3000 Euro zu gewinnen. Eine professionelle Jury bewertet die eingesendeten Fotos.

Interesse? Hier könnt ihr euch mit eigenen Aufnahmen bewerben. 


Gerechtigkeit

Dänemark bezahlt arbeitenden Eltern den Babysitter

In Dänemark sollen Eltern, die auch nachts arbeiten müssen, in Zukunft vom Staat Geld für den Babysitter bekommen. Ärztinnen, Taxifahrer, Krankenpfleger, Polizistinnen und viele andere Berufsgruppen werden damit finanziell entlastet. Etwa 670.000 Euro könnte das im Jahr kosten. 

Der Plan ist Teil einer Reform der dänischen Sozialministerin Mai Mercado. Alle, die regelmäßig außerhalb der Kindergarten-Öffnungszeiten arbeiten, kommen demnach in den Genuss der Förderung. 

"Die Familie soll die Möglichkeit haben, dass ihr Kind von jemandem beaufsichtigt wird, bei dem es sich sicher fühlt", sagte Mercado. Und: "Das kann die Oma sein, aber auch ein Kindermädchen." (Tagesschau)