Bild: IPPA 2017/Vlad Vasylkevych

Gute Fotografen nehmen nur die Spiegelreflexkamera – alles andere ist Geknipse!

Das ist Quatsch, diese Regel war einmal. Heute kann man längst auch mit Smartphones richtig hochwertige Aufnahmen machen. Und Fotografen aus aller Welt tun genau das – sie fotografieren Kinder im umkämpften Irak, zeigen Demonstranten in den USA, portraitieren die erdigen Hände von Arbeitern. 

Der IPP Award hat nun die besten Handyfotos aus aller Welt ausgezeichnet.

Der Award prämiert Fotos, die mit dem iPhone gemacht wurden. Seit 2007 wird er regelmäßig verliehen, dieses Jahr gibt es ihn zum zehnten Mal. 

Beim Wettbewerb nahmen Fotografen aus mehr als 140 Ländern teil, sie nehmen uns mit in vergoldete Paläste Indiens oder in verschneite Berglandschaften nach Kanada. Aber eben auch in Krisengebiete. 

Die Bilder zeigen uns eine Welt – die in die Hosentasche passt:
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Die ersten Plätze erhielten jeweils einen Goldbarren, für die zweiten und dritten Plätze gab es Barren aus Platin. 

Einziges Manko: Er richtet sich gezielt an iPhone-Nutzer, macht also vor allem Werbung für Apple. Längst haben sich Konkurrenten gebildet, wie der Mobile Photo Award und der Mobile Phone Award, der von Handykonkurrent Sony gesponsert wird.

Längst haben aber auch große Fotowettbewerbe die Smartphone-Fotografie in ihr Programm aufgenommen – oder unterscheiden erst gar nicht mehr, wie ein Foto entstand. Sie haben oft einzige eine Sektion für Profis und eine für Amateure. Wer was für eine Kamera benutzt, ist dabei zweitranging.

Hier zum Beispiel zeigt der Siena International Award die schönsten Reisebilder, mit viel gutem Insta-Material:


Fühlen

Seymour lebt mit einem fremden Herzen in der Brust

Warum ich?" hat Seymour sich häufig gefragt, seitdem er weiß, dass er ein neues Herz braucht. Es ist Juni 2006, Seymour leidet immer häufiger unter Atemnot, fühlt sich platt und angeschlagen. Er ist gerade mal 18 Jahre alt, eigentlich sportlich, lebensfroh und immer gut gelaunt. Mit seinem jüngeren Bruder und seiner Mutter lebt er in Aachen, wo er eine Ausbildung zum chemisch-technischen Assistenten macht. Aber seine große Leidenschaft ist der Fußball. 

Seymour will Profi werden, er spielt erfolgreich in der Verbandsliga für den JSV Baesweiler 09. Kurz vor seinem geplanten Wechsel zu Alemannia Aachen wird Seymours Leben aus den Fugen gerissen.                                                                                               

An einem Wochenende geht es Seymour so schlecht, dass seine Mutter ihn in die Notaufnahme fährt. Dort wird er internistisch untersucht. Ein Ultraschall zeigt, dass sein Herz viel zu groß ist. 

Die Ärzte vermuten eine Herzmuskelentzündung.