Bild: Tobias Paul | Simon & Paul

Wer wissen will, wie Hass, Hetze und Mobbing funktionieren, kann sich bei Instagram umsehen.

In Kommentarspalten lästern hier Nutzer über vermeintlich unvollkommene Körper, die falsche Hautfarbe oder Sexualität – andere posten rechte Propaganda.

Um daran zu erinnern, dass solche Kommentare im Internet unerwünscht sind, hat der Künstler Perci Chen im Hamburger Stadtteil Sternschanze ein Kunstwerk gestaltet.

Es soll gerade jetzt, da in Hamburg der Christopher Street Day gefeiert wird, allen Vorbeilaufenden ins Bewusstsein rufen, "dass jeder Kommentar von einer echten Person stammt", sagt Perci zu bento. "Hass muss aufhören. Besonders, wenn es um Sexualität geht."

Die fünf mal drei Meter große "Pride Wall" zeigt mehrere Charaktere vor Regenbogen-Hintergrund.

Sie kommen sich nahe, umarmen sich – sind freundlich zueinander, unabhängig von ihrem Geschlecht oder ihren Vorlieben.

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"Als ich das Bild gestaltet habe, habe ich überlegt: Wie fühlt es sich an, wenn man einen positiven Kommentar über sich liest?", sagt Perci, der selbst homosexuell ist. "LGBTQ-Kunst gehört mittlerweile zu Instagram dazu, ich teile meine Zeichnungen dort und lasse mich inspirieren."

Perci selbst habe sich mit Beleidigungen bisher kaum auseinandersetzen müssen.

Um den Schwall an Hass unter Kontrolle zu bringen, den hingegen viele andere Nutzer täglich erfahren, konnten Instagrammer bisher nicht viel tun, außer andere Nutzer blockieren, oder unangebrachte Kommentare innerhalb der App melden. Das bedeutet oft stunden- oder tagelanges Warten, erst dann haben Mitarbeiter die Inhalte gelöscht – wenn sie das überhaupt tun.

Instagram will seinen Umgang mit Kommentaren deswegen endlich verbessern: Im englischsprachigen Raum testet das Netzwerk gerade ein Tool, das negative Schlagworte, die der Nutzer selbst festlegt, automatisch aus der eigenen Kommentarspalte herausfiltert.

Der Service soll bald auch in Deutschland angeboten werden. Bis es soweit ist, können sich Nutzer noch eine Woche lang unter #KindComments vor Percis Kunstwerk fotografieren, das das Leben auf der Straße in Hamburg gerade ein wenig bunter macht.


Folge Perci Chen auf Instagram.


Future

Bitcoins sind so viel wert wie noch nie

Wer in Bitcoin investiert, darf sich freuen. Der Preis pro Bitcoin ist zum ersten Mal über 3200 Dollar (umgerechnet etwa 2700 Euro) gestiegen, ein neuer Rekordwert für die digitale Währung. 

Gegen 6 Uhr stieg der Wert für einen Bitcoin auf 3.212,87 Dollar. Seitdem ist der Kurs aber wieder ein bisschen gefallen und liegt aktuell am Samstagmittag bei 3.159 US-Dollar (2.660 Euro). (CoingeckoTechcrunch)