Als Michelle Satterlee zum ersten Mal wie ein Kunstwerk aussah, war das zufällig. Kurz vor einer wichtigen Ausstellungseröffnung hatte die Galeristin aus Kalifornien nichts zum Anziehen – und besorgte sich kurz vor Ladenschluss noch schnell ein Kleid

Auf dem Stoff dieses Kleides verliefen die Farbtöne ineinander, vor allem weiß, rosa und pink. Auffällig, aber stilvoll. 

Doch als Michelle die Galerie betrat, konnte sie es kaum glauben: Sie sah genauso aus wie ein großes Bild, das an der Wand hing. 

Als Michelle davor stand, sah sie fast aus, als sei sie ein Teil des Bildes.

"Es war so krass", sagt Michelle zu Fashionista. "An dem Abend war klar, jetzt ist eine neue Idee geboren." 

Heute, vier Jahre später, hat Michelle einen Instagram-Account, dem fast 10.000 Menschen folgen. 

Unter #dressedtomatch lädt sie Fotos von sich und anderen hoch, immer passen die Outfits erstaunlich genau zu bedeutenden Kunstwerken:
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Manchmal näht Michelle die Kleider und Oberteile selbst, sucht vorher nach Stoffen und Mustern, die einem berühmten Kunstwerk nahekommen.

Manchmal findet sie zufällig Klamotten in einem Geschäft, die sie an Kunst erinnern. Auf ihrem Account zeigt sie auch die Fotos anderer Menschen, die unter #dressedtomatch mitmachen.

"Wir lieben es, wenn Dinge zusammenpassen", sagt Michelle. "Es befriedigt uns." Wenn sie sich wie ein Kunstwerk kleide, hole sie die Kunst von der Wand ins Leben. Kunst, die dann viel weniger abstrakt sei – Kunst, mit der man sich dann auch mal unterhalten könne.


Art

Dein Selfie könnte in dieser Londoner Galerie hängen

Wenn wir die Fotogalerie auf unserem Smartphone öffnen, müssen viele von uns nicht einmal nach unten scrollen, um eins zu finden. Ein Selfie ist schnell gemacht. Und für viele ist es ein Mittel, Emotionen, Stimmungen und Erinnerungen festzuhalten und mit anderen zu teilen. 

Ein Beispiel: Bei Instagram sind gerade allein unter #selfie 295.826.279 Einträge zu finden.

Und Selfies sind nicht ganz unumstritten: Menschen, die sich gerne selbst knipsen, sollen Studien zufolge an einer narzisstischen Störung leiden (FAZ / SPIEGEL ONLINE).

Jetzt gibt es eine Ausstellung zum Thema Selfies und Selbstdarstellung in einer sehr renommierten Londoner Galerie: "From Selfie to Self-Expression" beschäftigt sich mit der Geschichte und der Bedeutung der Selbstporträts.