Splitter in der Zunge inklusive.

Ein Hocker besteht aus drei oder vier Beinen und einer Sitzfläche. Er ist ein sehr simples Möbelstück. Aber selbst für den einfachsten Hocker von Ikea benötigt man zumindest ein paar Werkzeuge für den Zusammenbau. 

Nikolas Bentel hingegen braucht nur ein Werkzeug: sich selbst. Der New Yorker Designer will einen Hocker bauen und dafür nur seinen Körper zu Hilfe nehmen. Keine Säge zum Fällen oder Bearbeiten des Baumes. Keinen Hammer, Schraubenzieher oder Leim, um die Teile miteinander zu verbinden. In seinen Videos nennt er sich passenderweise "All purpose Nik", also "Allzweck-Nik".

Er beißt, kaut und kratzt das Holz mit seinen Zähnen und Fingernägeln, um es in Form zu bringen. Seine Fäuste ersetzen den Hammer. Zahnfleischbluten und Splitter in der Zunge nimmt er in Kauf.

Mit seinem Projekt will Nikolas darauf aufmerksam machen, wie viel Aufwand hinter einem Möbelstück steckt. Zwischen Wald und Wohnzimmer stehen zahllose Arbeitsschritte, an denen viele Menschen beteiligt sind. Nik will den gesamten Prozess verstehen.

In seinem nächsten Video wird der Designer selbst zum Möbelstück und stellt seine 'Kollektion' auf einer Designmesse vor.

Ob man am Ende auf dem Hocker auch wirklich sitzen kann, steht ihr im Video.


Today

Rückenschmerzen nach der Fahrt mit dem ICE? Die Deutsche Bahn will das ändern
Zwei Fragen, zwei Antworten

Ein bekanntes Szenario: Im Zug sitzen und irgendwann den halben Körper nicht mehr spüren, weil dir die Sitze nach zwei Stunden den Rest geben. Wer sich jetzt beim Lesen wieder an den Rücken packt, ist nicht allein. Weil sich immer mehr Fahrgäste über unbequeme Sitze der neuen ICE-Generation beklagten, möchte die Deutsche Bahn jetzt nach Informationen des SPIEGEL nachbessern.