Die Suche nach dem perfekten Foto ist einfach nur nervig.

Der Blick hinter die Kulissen ist meist trauriger als der auf die Bühne. Für das perfekte Bild braucht es stundenlange Vorbereitung: Outfit finden, Make-Up auftragen, auf das richtige Licht warten und Passanten beiseite schieben.

Murad Osmann ist berühmt für seine farbenprächtigen Aufnahmen bei Instagram, wo ihm 3,9 Millionen Menschen folgen. Sie zeigen, wie ihn seine hübsche Freundin an der Hand um die Welt führt – von ihm ist nur der ausgestreckte Arm zu erkennen. Nun hat Osmann ein Making-of zu #FollowMeTo bei YouTube veröffentlicht (Daily Mail).

Es zeigt uns den ganzen Aufwand, der hinter den beeindruckenden Aufnahmen steckt – und macht unsere Vorstellung vom perfekten Urlaub zunichte.

Die Instagram-Fotos ließen uns immer davon träumen, einfach schnell den Koffer zu packen und in den nächsten Flieger zu steigen. Dank Photoshop leuchten die Farben hell, Osmanns Frau Nataly Zakharova hat perfekte Haut, schlechtes Wetter ist nie, auf alle Sehenswürdigkeiten haben sie freien Blick. Genauso will man seine Weltreise erleben und dabei aussehen.

Aber ohne Filter verkommt der Traum zur Realität:

Die Reise nach Indien bedeutet für Osmann und Zakharova Stress. Menschen bitten die beiden, aus dem Weg zu gehen. Nataly fragt sich, ob der Schmuck richtig sitzt. Und weil der Weg zum Taj Mahal versperrt ist, müssen die beiden es mit einem Boot über den Fluss versuchen. Nebelig ist es auch noch.

Immer wieder geht es nur um das perfekte Bild, mehr Follower, mehr Publicity und mehr Einnahmen.

Klar: Sich mit Fotos eine Weltreise zu finanzieren, ist immer noch ein Traum. Aber das Video steigert trotzdem die Lust auf das echte Leben – ohne iPhone und Spiegelreflexkamera.

Wie entstand #FollowMeTo?

Ausgerechnet weil Fotografieren auch nerven kann: 2011 machte Osmann bei einem Barcelona-Besuch ständig Bilder mit seinem Smartphone, anstatt mit seiner Freundin die Sehenswürdigkeiten der Stadt zu bewundern. Das ärgerte Nataly. Sie nahm ihn rabiat an die Hand und zog ihn einfach gnadenlos weiter. Deshalb entstand das erste Bild – weil der Genuss des Augenblicks mehr zählt als der perfekte Winkel.

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