Unsere Lesetipps.

So langsam sind die 30-Grad-Wochen gezählt, die Tage werden wieder kürzer. Und wir gehen langsam vom Strand-Modus in den Sofa-Modus über.

Das bedeutet aber auch: Die Bücher, die wir lesen, dürfen wieder etwas dicker sein. Und auch mal etwas anspruchsvoller (denn wer wollte bei dem Backofen-Wetter schon komplizierte Texte lesen?).

Affiliate-Links. Was ist das?

Wir haben in diesem Text Affiliate-Links gesetzt. Das heißt: Wenn jemand auf einen Link im Artikel klickt, und das Produkt in dem Online-Shop tatsächlich kauft, bekommen wir in manchen Fällen eine Provision. Das hat keinen Einfluss auf unsere Berichterstattung.

Für diese Zeit des Jahres haben wir sechs tolle Bücher gesammelt, mit denen ihr lauwarme Spätsommer-Abende verbringen könnt.

Das sind unsere Lesetipps:

(Bild: dtv/Kevin Day Photography)

Darum geht's:

Familien sind komplizierte Gebilde. Und ob wir wollen oder nicht – ihre Komplikationen sind immer auch unsere eigenen. Die US-amerikanische Autorin nimmt diese Komplikationen in ihren Büchern Stück für Stück auseinander. So war es in ihrem Debüt "Was ich euch nicht erzählte", und so ist es auch in "Kleine Feuer überall". 

Der Roman beleuchtet das Innenleben zweier Familien in einer beschaulichen Kleinstadt in den 1990er Jahren. Auf der einen Seite stehen die Richardsons: Mutter, Vater, vier Kinder, erfolgreich, attraktiv, und vor allem: bestens angepasst. Und dann sind da die Wrights: Eine alleinerziehende Künstlerin und ihre Tochter, die sich weigern, nach den Regeln zu spielen – und so auch das Leben der Richardsons durcheinander bringen.

Dieses Buch solltest du lesen, wenn… du auch manchmal darüber nachgrübelst, wie viel von deiner Familie eigentlich in dir steckt.

(Bild: rowohlt/Jörg Brockstedt)

Darum geht's:

In "Töchter einer neuen Zeit" geht es um vier junge Frauen, die nach dem ersten Weltkrieg in Hamburg ein moderneres Leben führen möchten, jede auf ihre eigene Art. Anhand ihrer Geschichte erfährt man viel über diese Zeit des Umbruchs und den Aufstieg der Nationalsozialisten. Aber man taucht beim Lesen auch in ein geschichtliches Hamburg ab. Henny, Käthe, Lina und Ida führen sehr unterschiedliche Leben und sind auch recht unterschiedliche Charaktere. Viele Fragen, besonders auch im Bezug auf Feminismus, sind gar nicht so weit weg, wie man annehmen möchte. Perfekt für Suchtis: Der zweite Band "Zeiten des Aufbruchs", das dann 1949 weitergeht, ist vor einem Monat erschienen.

Dieses Buch solltest du lesen, wenn… du gern verschiedene, sehr schön beschriebene Akteure während einer Erzählung begleitest und dich für Geschichte interessierst.

(Bild: Hanser/Megan Cline)

Darum geht’s:

Die 14-Jährige Evie langweilt sich während des heißen, kalifornischen Sommers. Weder ihre frisch getrennten Eltern, noch ihre einzige Freundin schenken ihr Aufmerksamkeit. Eigentlich hasst Evie die ganze Welt. Das ändert sich, als sie eine Gruppe Hippie-Mädchen trifft. "The Girls“ schenken Evie endlich Aufmerksamkeit und nehmen sie mit.

Plötzlich sind das Mädchen und der Leser Teil einer faszinierenden Sekte, die sich um einen geheimnisvollen Mann namens Russel gebildet hat. Eine Geschichte, die beginnt wie ein harmloses Sommer-Abenteuer, wird schnell zu einer Story über die verlorene Evie, die sich zwischen ungewöhnlichen Sekten-Ritualen, düsteren Partys, ungewohnter körperlicher Nähe und Gewalt wiederfindet.

Dieses Buch solltest du lesen, wenn du nicht willst, dass dieser heiße Sommer zu Ende geht und du dennoch bereit für eine schaurige Geschichte bist. Wenn du die flirrende Hitze Kaliforniens und den Verdruss der jungen Evie spüren willst, die die junge Autorin Emma Cline durch wunderschöne Formulierungen auch in eine klimatisierte U-Bahn zaubern kann. Und wenn du auf "Based on a true story"- Romane stehst, denn auch diesen Thrill-Faktor liefert "The Girls“: Der Plot erinnert an die Geschichte der "Manson Family" – eine Sekte, die Ende der 1960er Jahre in Kalifornien mehrere Morde beging.

(Bild: Randomhouse/Owen Sheers)

Darum geht’s:

Nach dem tragischen Tod seiner Frau erträgt Michael Turner das gemeinsame Haus in Wales nicht mehr und zieht in eine beschauliche Nachbarschaft in London. Dort lernt er die Familie Nelson kennen. Schnell entwickelt sich eine äußerst intensive Freundschaft.

Eines Tages steht die Hintertür der Nelsons nachmittags halb offen und Michael beschleicht das Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt. Als er das offensichtlich leere Haus betritt, löst er etwas aus, dass nicht nur sein Leben für immer verändern wird. Ein Buch voller Dramatik, Schuld, Verlust und voller Geheimnisse.

Dieses Buch solltest du lesen, wenn… du auf Plots stehst, die sich langsam entwickeln, aber du trotzdem nicht aufhören willst zu lesen. Owen Sheers spannt die Leserinnen und Leser auf die Folter und trifft sie völlig unerwartet.

(Bild: Kein & Aber/Sven Doering/Agentur Focus)

Darum geht’s:

Um Hans. Einen stillen jungen Mann, früh verwaist, der eigentlich nur beim Boxen so richtig loslassen kann. Eines Tages bekommt Hans von seiner Tante einen merkwürdigen Auftrag: Er soll ein Verbrechen aufklären – und sich deshalb in einen elitären studentischen Club an der Uni Cambridge einschleusen. Die Geschichte wird erzählt von SPIEGEL-Redakteur Takis Würger.

Dieses Buch solltest du lesen, wenn… du Sätze magst, die so schlicht und schön sind, dass man sie am liebsten einrahmen und auf den Nachttisch stellen würde.

Darum geht's:

Wer Ferdinand von Schirach kennt, bekommt auch von diesem Buch, was er erwartet: Kurzgeschichten, die sich mit Recht und Unrecht auseinander setzen, reduzierte Sprache, Einblicke in die Arbeit eines Strafverteidigers. In "Strafe" wird von Schirach dabei erstmals persönlich: Die letzte Geschichte im Buch ist nach Angaben des Autors autobiografisch. Sie erklärt, warum er das Verteidigen aufgab und das Schreiben anfing.

Dieses Buch solltest du lesen, wenn… du eigentlich keine Krimis magst. Dich aber trotzdem für die Abgründe des menschlichen Daseins interessierst.


Gerechtigkeit

Trumps schlimmster Tag: Jetzt belastet ihn sein Ex-Anwalt
Tag 579

US-Präsident Donald Trump steht vor seiner bislang wohl größten Herausforderung: Mit seinem früheren Wahlkampfmanager Paul Manafort und seinem langjährigem Anwalt Michael Cohen sind gleich zwei frühere enge Mitstreiter von Trump wegen schwerer Straftaten schuldig gesprochen worden – und Cohen belastete den US-Präsidenten vor Gericht.

Worum es in den beiden Fällen geht: