Erkennst du alle?

Kunst ist ein beliebtes Mittel für Menschen, denen Konzertgänge, Fan-Artikel und Retweets nicht Liebesbeweis genug für ihre Idole sind. Doch kaum jemand dürfte mit seiner Würdigung so einen Eindruck hinterlassen wie der Twitter-User "Tw1tter-Picasso". 

Er verewigt Sänger in Porträts wie diesen:

Hinter dem Account steckt der Australier Corey Eyles. Er zeichnet Musiker, Sportler und andere User nach ihren auffälligsten Eigenschaften. Dass der junge Mann, der laut eigener Aussage schon seit seiner Geburt malt, selbst nicht unbedingt den sichersten Pinselgriff mitbringt, trägt zum Charme seiner Werke bei.

Und sein Selbstbewusstsein:

Meine Mutter hat einen Ultraschall gemacht, als sie mit mir schwanger war, und sie hat erzählt, dass schon in ihrer Gebärmutter Höhlenmalereien von mir zu sehen waren.
Corey Eyles aka Tw1tter-Picasso

Zu seinem Repertoire gehören Sänger wie Justin Bieber oder The Weeknd, Rapper wie Lil Wayne oder Snoop Dogg und viele andere Stars.  

Hier sind ein paar seiner besten Werke:
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Meistens knüpft sich der Tw1tter-Picasso nur die markanten Züge seiner Originale vor. Manchmal driftet er aber auch in schräge, aber erschreckend passende Popkultur-Referenzen ab oder erlaubt sich einen derben Spaß mit der Frisur oder Halslänge seines Opfers. 

Das Netz liebt ihn dafür: Über 160.000 Follower sammelte er bereits auf Instagram, 35.000 sind es auf Twitter. Inzwischen malt er Karikaturen auch auf Anfrage (für etwa fünfzig Euro) und verkauft T-Shirts mit seinen Motiven. Ein Fan tätowierte sich eine seiner Zeichnungen sogar auf den Oberarm:

Eyles selbst bleibt trotz des Erfolgs jedoch bescheiden: Am meisten Freude bereite es ihm, wenn er jemanden zum Lachen bringen können, der gerade einen schlechten Tag hat. (L'essentiel)

Die größte Motivation sei übrigens der Hausmeister seiner Schule gewesen, der ihn dazu anhielt, seine Kunstwerke doch einmal ins Internet zu stellen. Dass es auf Twitter aber so schnell Fahrt aufnehmen würde, damit hätte Tw1tter-Picasso selbst nicht gerechnet. 


Gerechtigkeit

Linke haben den Posterboy der Alt-Right aus einer New Yorker Bar gemobbt
Aber für sein Bier bezahlt.

Der rechtspopulistische Blogger Milo Yiannopoulos ist alles andere als beliebt: Tritt er auf, werfen Menschen schon mal mit Exkrementen. (SPIEGEL ONLINE

Aufsehen zu erregen stört ihn eigentlich nicht. Yiannopoulos provoziert gerne auf sozialen Medien, oft pöbelt er gegen Ausländer und Frauen, außerdem schrieb er für das rechte Portal "Breitbart". In den USA gilt er als einer der wichtigsten Vertreter der rechten "Alt-Right"-Bewegung.