"Ich habe den Penis kaputt gemacht!"

Während einer Ausstellungseröffnung ist in Erlangen ein Mann über einen riesigen Keramik-Penis gestolpert und hat ihn dabei zerstört. Für die Künstlerinist das einerseits ein Drama – andererseits kriegt sie nun wohl mehr Aufmerksamkeit. Das Kunstwerk gibt es trotzdem weiterhin zu sehen.

Die Installation mit dem Titel "I am not a Toy" von Anna Maria Bieniek besteht aus drei großen, bunten Penissen, die auf abgerundeten Sockeln in verschiedene Richtungen wackeln können. 

Kaum mehr als eine Stunde nach Ausstellungseröffnung im Erlanger Kunstpalais entfaltete sich dann das Drama: Als er sich den Erklärungstext durchlesen will, stolpert ein Mann über einen der Penisse, berichtet die Künstlerin. "Ich habe den Penis kaputt gemacht", habe der Mann danach entsetzt zu seinen Begleiterinnen gesagt.

(Bild: Anna Maria Bieniek/dpa)

Die Künstlerin sieht immerhin auch die positiven Seiten des Unglücks: Sie sei deswegen mit vielen Männern ins Gespräch gekommen. Denn ihr Werk sei eigentlich aus einer "kleinen Wut" auf Männer entstanden, deren Sexualtrieb ihrer Ansicht nach oft zu große Macht über diese habe. "Manche können damit nicht umgehen", sagte die 39-Jährige. "Das alles ist aber immer noch ein Tabu-Thema."

"Natürlich ist es für mich auch Werbung", sagte Bieniek in Bezug auf erste Medienberichte. Sie befürchtet jedoch auch, dass ihre Kunst dabei etwas in den Hintergrund rückt. Der Unfall habe sie allerdings auch auf neue Ideen für Kunstwerke gebracht. 

Die Leiterin des Kunstpalais, Amely Deiss, sagte zu dem Vorfall, sie wünsche sich, dass ihr Haus auch bei anderen Ausstellungen einmal so viel Aufmerksamkeit bekomme. Der Vorfall sei nun ein Versicherungsfall und gehe seinen Gang. 

Zunächst sagte Bieniek noch, es falle ihr schwer, die Skulptur zu kleben, oder "IHN" gar neu zu formen. Gleichzeitig wünschte sie sich aber, dass das Werk in der Form "perfekt" bleibe – darum hat sie sich mittlerweile, doch dazu entschlossen, den Penis etwas zu reparieren. Ein Loch hat sie aber noch darin gelassen. Das Kunstwerk ist weiterhin in Erlangen zu sehen. 

So sahen die drei Penisse übrigens in Bewegung aus:

Mit Material von dpa


Fühlen

Warum wir auch mit Freunden manchmal Schluss machen sollten
Lieber Sven, hiermit ist unsere Freundschaft beendet

Durch Zufall begegnete ich meinem Freund Sven bei der Party eines gemeinsamen Freundes. Neben ihm stand eine junge Frau. "Ich bin Nina, Svens Freundin", sagte sie. Seit einem Jahr waren die beiden bereits zusammen, doch ich hörte an diesem Abend zum ersten Mal von ihr. 

Drei Jahre zuvor waren Sven und ich noch beste Freunde, teilten alle Gedanken und alle Gefühle. Das hatte sich nun geändert. Sven hatte mich aus seinem engsten Freundeskreis verbannt. Ohne mir jemals darüber Bescheid zu geben