Warum das wichtig ist.

In vielen beliebten Cartoons, die Teil unserer Kindheit waren und uns auch heute noch begleiten, sehen wir: überwiegend weiße Menschen. People of Color, also Menschen die in der Gesellschaft als nicht weiß gelten, fehlen dadurch Identifikationsfiguren. Sie werden erwachsen in einer Welt, in der ihre Cartoon-Helden ganz automatisch weiß sind.

So ging es auch Tyron Handy, einem jungen Künstler aus Philadelphia.

Deshalb zeigt Tyron jetzt, wie all diese Serien mit schwarzen Charakteren aussehen würden.

Auf Instagram lädt er regelmäßig Zeichnungen hoch und zeigt dabei seine Neuinterpretationen von Charakteren wie Homer und Marge Simpson oder Peter und Lois Griffin aus der Serie "Family Guy".

In vielen Cartoons sind Schwarze oft einfach nur Nebenfiguren.

"Als ich aufwuchs, gab es wenige Cartoons, durch die ich mich repräsentiert fühlte", sagt er. Die meisten schwarzen Charaktere seien eher stereotype Rollen gewesen oder einfach nur der beste Freund der Hauptfigur. "Schwarze Kinder sollten im Fernsehen mehr repräsentiert werden", fordert Handy. (BuzzFeed)

Warum ist das so wichtig?

Weil das, was man im Fernsehen sieht, Teil der eigenen Erinnerung wird, sagt Ana-Christina Ramón, vom "Ralph J. Bunche Center for African American Studies" an der University of California in Los Angeles. Zu dem Thema wird schon lange geforscht, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler benutzen den Begriff der "symbolischen Vernichtung".

"Das ist der Gedanke, dass du, wenn du in den Medien keine Leute siehst, die so sind wie du, irgendwie unwichtig bist", sagt Nicole Martins von der University of Indiana. (The Huffington Post)

Tyron Hardy geht von dieser Annahme aus – und tut was dagegen. Eine Vision hat er auch: er möchte junge Künstlerinnen und Künstler inspirieren.

"Ich hoffe, dass ich eines Tages mein eigenes Animationsstudio haben kann. Ich möchte Cartoons mit schwarzen Hauptcharakteren erschaffen, die Schwarze besser repräsentieren können", sagt er. (BuzzFeed)

Hier könnt ihr euch Tyrons Bilder ansehen:

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Gerechtigkeit

Dieser Azubi lernte bei der Polizei Sachsen – dann hielt er den Rassismus nicht mehr aus
Im Interview berichtet Simon, was er in seiner Ausbildung erlebte.

Im September 2016 begann für Simon Neumeyer das, was er sich immer gewünscht hatte: Er begann seine Ausbildung zum Polizisten. Von Köln zog der 21-Jährige nach Leipzin in Sachsen. Doch da hielt er es nicht lange aus: Mitschülerinnen, Mitschüler und Vorgesetzte äußerten sich immer wieder rassistisch.

Einen Beleg für den Rassismus in seiner Klasse hat er nun auf Instagram gepostet, drei Screenshots aus der WhatsApp-Gruppe seiner damaligen Klasse. Zuerst berichtete Neon über Simons Vorwürfe.

In der Silvesternacht 2016/2017 zum Beispiel postete ein Mitschüler einen rassistisch umgetexteten Fußball-Fangesang: