Bild: Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Stefanie Dietzel
Vom Essen bis zum Körper.

Die einen finden es eklig. Die anderen so lecker, dass es gern jeden Tag auf dem Teller landen kann – und die nächsten stopfen es nun ins Museum. Im Alten Museum in Berlin widmet sich eine Ausstellung jetzt dem Thema "Fleisch". 

Fleisch ist sehr viel mehr als nur ein Lebensmittel – das wollen die jungen Kuratoren zeigen.

Worum geht es in der Ausstellung?

Es geht um das Thema Fleisch, allerdings nicht nur um Fleisch als Nahrung. "Wir wollen Fleisch losgelöst darstellen, von dem was man als erstes im Kopf hat, wenn man Fleisch hört", erzählt Thomas Hintermann. Er ist angehender Archäologe und einer der Kuratoren der Ausstellung.

Die Ausstellung ist unterteilt:

  1. Fleisch als Essen
  2. Fleisch als Ritual
  3. Fleisch als Körper

Würde man heute über das Thema Fleisch diskutieren, gehe es oft um Vegetarismus und Veganismus. In der Ausstellung gehe es zwar auch um Fleisch als Nahrung, aber zum Beispiel auch um das lebendige Fleisch des Menschen und die Beziehung vom Mensch zum Fleisch.

Aktuell wird nur über Fleisch als Nahrung diskutiert. Das Thema ist aber viel älter und es geht um viel mehr.
Thomas Hintermann, Kurator der Ausstellung "Fleisch"
Der Schlachter des Fleischhofs Moabit raucht eine Zigarette, während er ein Schwein zertrennt.(Bild: Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek / Alexander Enger)

Die Hauptrolle im Bereich Fleisch als Essen spielt das Schwein. Das Schwein ist nämlich eines der Tiere, das hauptsächlich als Fleischlieferant gezüchtet wird und wurde. Es gibt keine Wolle oder Milch.

Gehört Fleisch ins Museum?

Auf jeden Fall, findet Neumann. Das hätten auch die Reaktionen und das große Interesse an der Ausstellung gezeigt. 

Die Ausstellung ist auch etwas für Vegetarier, weil es nicht nur um Fleisch als Essen geht.
Thomas Hintermann, Kurator der Ausstellung "Fleisch"

Warum ausgerechnet Fleisch?

Im Museum diskutierten 15 Expertinnen und Experten aus Archäologie, Ethnologie, Kunsthistorik und Restauratio. Am Anfang hatten alle verschiedene Ideen. 

Aber erst beim Thema Fleisch kamen die heftigsten Reaktion. Sie reichten von super toll bis zu großem Ekel – auch, weil im Team auch Veganer und Vegetarier sind. "Jeder hat eine Meinung dazu", so Archäologe Hintermann.


Gerechtigkeit

AfD-Politiker wettert gegen Flüchtlinge, SPDler stellt ihn mit nur einem Satz bloß
Wenn es im Bundestag über den Familiennachzug geht.

Wer aus einem Krieg geflohen ist, soll Eltern, Geschwister oder andere enge Angehörige nachholen können. Diese einfache Regel zum Familiennachzug galt einst in Deutschland – dann wurde sie bis auf wenige Härtefälle ausgesetzt.

Nun debattiert der Bundestag wieder, wann Flüchtlingsfamilien vereint werden dürfen. Die Regierung will, dass Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutzstatus vom 1. August an wieder Familienangehörige zu sich nach Deutschland holen können. Aber: Pro Monat sollen dabei bundesweit nur 1000 Angehörige einreisen dürfen. (Hier ist der Gesetzentwurf)