Bild: instagram.com/jurelius/
"Ich komme ja aus der Generation, in der es durchaus üblich ist, bei Instagram angemeldet zu sein :P"

Diese Woche übernimmt Jurij Münster unseren Instagram-Account. Jurij ist 16 Jahre alt, wohnt in Nürnberg, besucht die 11. Klasse und ist auf Instagram unter @jurelius für mehr als 1300 Abonnenten unterwegs,

Jurij, wie bist du bei Instagram gelandet?

Ich habe mir die App vor etwa zwei Jahren aus Interesse einfach mal runter geladen. Am Anfang habe ich total unregelmässig Bilder gepostet: mal eins pro Monat, mal drei pro Woche, je nachdem was mir so über den Weg gelaufen ist.

Richtig angefangen, regelmäßig Bilder zu posten, habe ich, als ich das erste mal in Berlin war. Ich fand das da so Hammer, weil ich davor noch nie in so einer großen Stadt war. Ich habe dann so wahnsinnig viele Bilder gemacht, von denen ich die Besten in einem Zeitraum von zwei bis drei Wochen gepostet habe. In dieser Zeit haben sich meine Follower auf etwa 300 verdoppelt und die Likes sogar verdreifacht.

Nachdem ich früher alle Bilder mit dem Handy gemacht habe, benutze ich mittlerweile – für den Fall, dass ich tatsächlich nur zum Fotografieren rausgehe – die Spiegelreflexkamera meiner Mutter. Die ist echt schon uralt und ich spare mittlerweile auf eine neue. Aber da ich nach wie vor oft einfach irgendwelche Sachen fotografiere, die mir in meinem Alltag begegnen, mache ich immer noch sehr viele Bilder mit dem Handy.

Was sind deine (Lieblings-)Motive und Themen?

Ich halte mich ja für gewöhnlich in Fürth und Nürnberg auf, deshalb fotografiere ich eigentlich hauptsächlich urbanes Zeug wie Architektur, Straßen, Autos. Am meisten Spaß macht es mir eigentlich, Architektur zu fotografieren. Aber da fällt es mir mittlerweile echt relativ schwer, hier in der Gegend noch Gebäude zu finden, die ich irgendwie noch interessant finde.

Allerdings macht das auch irgendwie diesen Reiz aus. Man freut sich umso mehr, wenn man dann doch noch irgendwo eine Fassade oder ein Treppenhaus findet, das cool aussieht und das man so noch nicht auf Instagram gefunden hat. Der Spaß liegt nämlich nicht nur im Fotografieren an sich, sondern auch im Entdecken neuer Motive.

Bist du in der Instagram Community aktiv?

Durch Instagram habe ich schon eine Menge cooler Leute kennengelernt und auch neue Freunde gewonnen. Ich treffe mich gelegentlich mit Instagrammern hier aus der Region. Die Stadt Nürnberg organisiert auch Instameets zu Orten in der Stadt, zu denen man ansonsten eher schwer Zutritt bekommen würde. Dort lernt man auch viele Leute kennen, mit denen man sich über sein Hobby austauschen und sich gegenseitig Tipps geben kann.

Als ich Ende letzten Jahres in Berlin war, hab ich mich auch mit Thai (@loewe7) getroffen. Durch ihn habe ich dann in Berlin noch weitere, lokale Instagrammer getroffen, mit denen ich dann losgezogen bin und dadurch Orte gezeigt bekommen habe, die ich ansonsten in Berlin wohl nicht von selbst gefunden hätte. Grüße an @karstenkimble und @meta_thesis an dieser Stelle.

Was bedeuten dir die über 1300 Follower?

Auch wenn ich meine Bilder eigentlich nur mache, weil ich selber Spaß daran habe und nicht um Likes oder Follower zu bekommen, freut man sich natürlich total, wenn man sieht, dass es Leute gibt, denen deine Bilder gefallen. Ich finde die Vorstellung, dass über 1000 Leute mir folgen, nur weil sie meine Bilder mögen, schon krass. Das sind eine Menge Leute.

Deine Tipps für andere Instagrammer?

Ich denke, man sollte auf Instagram posten, was einem selber gefällt. Solange man Spaß hat und einem seine eigenen Bilder gefallen, bekommt man mit der Zeit ein Auge dafür und verbessert sich automatisch. Wenn man dann zusätzlich noch positives Feedback zu seinen Bildern bekommt, dann freut man sich darüber umso mehr und das motiviert einen dann noch zusätzlich.