Bild: instagram.com/berlintensiv

Diese Woche übernimmt Benedikt J. Feldmann unseren Instagram-Account @bento_de. Der 30-Jährige verzeichnet über 57.000 Follower auf seinem eigenen Account @berlintensiv und postet vor allem Bilder aus seiner Wahlheimat Berlin.

Benedikt, magst du dich kurz vorstellen?

Klar, ich bin 30 Jahre alt, in Frankfurt am Main aufgewachsen und 2009 nach Berlin gezogen. Ich bin taub geboren und habe auch eine taube Familie. Somit ist Deutsche Gebärdensprache meine Erstsprache und Alltagssprache.

Ich arbeite als Gebärdensprachdolmetscher, mache Übersetzungen für Bundes- und Landesbehörden. Seit zwei Jahren führe ich mit meinem Firmenpartner Mathias Schäfer auch die Dienstleistungsfirma yomma rund um Gebärdensprache. Nebenbei interessiere ich mich für Design und entwerfe Plakate und Logos, seit ich zehn Jahre alt bin.

Wie kommst du zu Instagram?

Vielleicht aus Neugier und Interesse an Fotografie. Heute gehört Instagram zum festem Teil meines Alltagslebens. Ich führe nicht nur einen Account, sondern momentan gleich fünf. Einen für meine Firma, alle anderen mache ich aus Interesse und Hobby. Mein allererstes Bild habe ich am 6. Dezember 2011 mit meinem ersten Account @bengie07 hochgeladen. Ich zeigte Bilder aus meinem Leben und dem Alltag in Berlin. Das mache ich heute noch, aber eher selten.

Mir ist aufgefallen, dass es unterschiedlichen Zielgruppen gibt. Bestimmte Leuten interessieren sich eher für mein Privatleben. Andere eher für Bilder aus Berlin. Deshalb habe ich im Sommer 2013 den neuen Account @berlintensiv ins Leben gerufen. Dort veröffentliche ich nur Bilder aus Berlin. Im September 2014 startete ich mein Projekt @brandingberlin, mit dem ich selbst gezeichnete und inoffizielle Brands für Straßen, Plätze und Orte von Berlin veröffentliche. Und später im Dezember 2014 kam @berlinsomnia mit schwarz-weißen Bildern hinzu. Am meisten Zeit verbringe ich aber mit @berlintensiv.

Was sind deine (Lieblings-)Motive und Themen?

Ich mache gerne Fotos von Fassaden, interessanten Autos (meistens Käfer und Ente) und U-Bahn. Meine Themen sind eher Stadtleben und Architektur.

Bist du in der Instagram Community (aktiv)?

Da ich vor zwei Jahren meine eigene Firma gegründet habe, beansprucht das natürlich viel Zeit. Deshalb klappt es bei mir mit persönlichen Begegnungen mit anderen Instagrammern eher selten. Ich freue mich aber über jede Möglichkeit, andere kennenzulernen und zu treffen.

Wie kommst du zu über 57.000 Followern? Was bedeutet das für dich?

Ich wurde zweimal von Instagram "empfohlen" – im März 2014 und Dezember 2015. Auf der dynamischen Liste der vorgeschlagenen Nutzer werden "einige der besten Gemeinschaftsmitglieder auf Instagram" hervorgehoben. Dadurch bin ich auf diese Followerzahl gekommen. Wie man aber in die Liste der vorgeschlagenen Nutzer gelangt, ist am Ende nicht wirklich transparent.

Deine Tipps für Instagram-Fotografen

Verfolge einen klaren Stil, entscheide dich für ein fotografisches Konzept. Mischkonzepte kommen nicht gut an. Welcher Gesamteindruck die eigene Gallery macht, spielt schon eine Rolle. Mein Geheimtipp: Bitte kein Bild einrahmen lassen. Auch keine weiße Fläche für horizontale Bilder. Nicht mit Filter übertreiben.

Noch mehr tolle Instagrammer!