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arbie macht immer auf perfekt: Sie ist sehr schlank, trägt akkurates Make-up und mühevoll gelocktes Haar. Und manchmal, wenn ihr danach ist, verzichtet sie auf ihre Kleidung in kleiner Größe und spaziert einfach nur in einem gut sitzendenden Bikini durch die Gegend.

Wie problematisch das Frauenbild ist, das der Spielzeughersteller Mattel damit seit eh und je zeichnet, greift eine Künstlerin auf.

Annelies Hofmeyr aus Toronto hat die Plastikpuppe neu erfunden: Auf Instagram zeigt Annelies sie mit Menstruationsblut zwischen den Beinen und mit Zahnspange auf schiefen Zähnen.

Hier rutscht Barbie auf einer Bananenschale aus und raucht Kette:
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In der echten Welt gibt es Koks-Süchtige, Magen-Darm-Grippe und Bad Hair Day. Das ist die Wahrheit, die Barbie und Ken bisher nicht kannten.

Annelies erinnert daran. Mit ihrer Kunst wolle sie auch darauf hinweisen, dass viele Puppenhersteller ihre Modelle der Norm entsprechend gestalten, schreibt sie auf ihrer Webseite. "Divorce", "Free The Nipple" und "WTF" nennt sie die Fotografien, die sie von ihren Barbies anfertigt.

Damit rebellieren Annelies' Barbies auch gegen die Produktnamen der Mattel-Barbie. Statt "Meerjungfrau", "Prinzessin" oder "Fashionista" sind die Kunst-Puppen von Annelie nach unserem Alltag benannt.

Und in dem gibt es keine Glitzerkleidung oder pinke Autos – sondern Augenringe und Liebeskummer.


Fühlen

Wenn du schon mit dir selbst redest, dann in der dritten Person

"Na, das hast du ja mal wieder richtig toll gemacht." "Ist das jetzt eigentlich dein Ernst?" – Sätze, die du nicht nur von deiner Mutter und deinem Partner zu hören bekommst, sondern manchmal auch von dir selbst. 

Mit sich selbst zu reden, ist völlig normal. Wissenschaftler gehen sogar davon aus, dass Selbstgespräche helfen können, die eigenen Gefühle zu kontrollieren – besonders dann, wenn man den richtigen Umgangston mit sich selbst pflegt. Und das ist scheinbar nicht die Du-Anrede, sondern die dritte Person