Eigentlich sollte nicht viel übrig bleiben.

Banksy wollte sein während einer Auktion teilweise zerstörtes Kunstwerk offenbar eigentlich vollständig schreddern. Das behauptet der Street-Art-Künstler indirekt in einem neuen Video. Demnach lief bei der Versteigerung des Bildes wohl etwas schief.

Das Bild "Girl with a Balloon" war durch den Schredder nur etwa zur Hälfte zerstört worden, übrig blieb der obere Teil des Bildes, der Rest hing in Streifen herunter. Kurz zuvor war das Kunstwerk für 1,2 Millionen Euro verkauft worden.

Was ist in dem Video von Banksy zu sehen?

In einem neuen "Directors Cut" seiner Schredder-Aktion zeigt Banksy, wie er den Schreddermechanismus installierte, wie das Bild versteigert wurde und wie es sich dann, direkt nach dem finalen Hammerschlag, selbst zerschredderte. Allerdings eben nur zur Hälfte.

Am Schluss ist auf einer Tafel zu lesen: "Bei Proben funktionierte es jedes Mal..." Dann ist eine Sequenz zu sehen, in der eine Kopie des Bildes durch den im Rahmen verborgenen Schredder tatsächlich ganz zerschnitten wurde.

Hier kannst du dir das Video komplett anschauen, die Probe ist ganz zum Schluss zu sehen:

Wusste wirklich niemand von der Aktion?

Einige zweifeln an, dass die Aktion wirklich so geheim und überraschend war, wie von Banksy behauptet. Sie wollen eine Reihe von Ungereimtheiten ausgemacht haben:

  • War das Auktionshaus Sotheby's, in dem der ganze Vorfall stattgefunden hat, in die Geschichte eingweiht? 
  • War es wirklich Zufall, dass ausgerechnet dieses Bild als letztes an dem Tag verkauft wurde? Wäre das Bild vorher an dem Tag versteigert worden, wäre die Konzentration der Anwesenden wohl dahin gewesen. (Welt)
  • Warum hingen bei dieser Auktion überhaupt die Bilder an der Wand? Normalerweise stehen sie doch auf Podesten? (Süddeutsche Zeitung)
  • Hätte den Mitarbeitern bei Sotheby's nicht das Gewicht des Schredders auffallen müssen?
  • Ist es nicht üblich, dass Bilder vor einer Auktion gründlich untersucht werden – und dafür auch aus ihren Rahmen genommen werden? (Süddeutsche Zeitung)

Banksy jedenfalls schreibt auf Instagram, das Auktionshaus hätte nichts damit zu tun gehabt:

Fakt ist, dass das Bild durch diese Aktion enorm an Wert gewonnen hat. Das Schreddern an sich war selbst eine Kunstaktion, das endültige Werk ist also erst während der Auktion geschaffen worden (Tagesschau.de).


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CSU und Freie Wähler wollen verhandeln – was das für Bayern bedeutet
Die Grünen geben sich enttäuscht.

CSU und Freie Wähler wollen in Bayern Koalitionsverhandlungen aufnehmen. Damit erteilt die CSU den Grünen eine Absage.

1 Wie kam es zu der Entscheidung?

Am Mittwoch hatte die CSU erst mit den Freien Wählern und anschließend mit den Grünen Sondierungsgespräche geführt. Mit beiden wäre eine Regierungskoalition theoretisch möglich, führende CSU-Politiker wie Markus Söder und Horst Seehofer hatten aber schon vorher keinen Hehl daraus gemacht, dass sie die Freien Wähler bevorzugen. Am Donnerstag entschied sich nun das CSU-Präsidium, mit der Partei auch Koalitionsverhandlungen aufzunehmen.

2 Wie nah stehen sich CSU und Freie Wähler?

Hubert Aiwanger, der Vorsitzende der Freien Wähler, hatte schon am Mittwoch klar gemacht, dass er keine großen Hindernisse für eine Koalition sehe. Die Partei hat bereits einige Forderungen gestellt: Sie wollen etwa eine dritte Startbahn am Münchner Flughafen verhindern, fordern kostenfreie Kitas und mindestens drei Ministerposten. Kritisch äußerte sich Aiwanger auch gegenüber dem bayerischen Raumfahrtprogramm, das er als "Größenwahnprojekt" bezeichnete. (Süddeutsche Zeitung)