Hier sind die besten.

Mit seiner neuesten Aktion hat Banksy die Kunstwelt getrollt: Bei einer Versteigerung vergangene Woche wurde der Druck eines seiner bekanntesten Werke verkauft. 1,2 Millionen Euro bezahlte jemand für das Mädchen mit dem roten Luftballon. Allerdings zerstörte sich das Bild noch in der Auktionshalle selbst. (bento)

Banksy hatte in den Bilderrahmen einen Schredder eingebaut. So sah das dann aus:

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Going, going, gone...

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Mit seiner Aktion ist Banksy ein echter Coup gelungen. Das Auktionshaus Sotheby's musste zugeben, auf den Streich des Künstlers hereingefallen zu sein. Wobei: Vielleicht war auch alles Kalkül, denn offenbar hat sich der Wert des Bildes durch seine Zerstörung vergrößert – ein Onlineportal für Kunsthandel schrieb, man gehe davon aus, dass es nun sogar 50 Prozent mehr wert sei.

Die Aktion hat viele Menschen aber auch inspiriert, einen etwa dazu, auch seinen eigenen, unsignierten Druck des Werkes zu schreddern. Geklappt hat es nicht: Vorher hatte der Druck einen Wert von mehr als 45.000 Euro – jetzt wohl fast gar keinen mehr. (Welt)

Doch andere hatten ganz andere Ideen – und schnell wurde der Kunst-Schredder von Banksy zum Meme. 

Was wohl, wenn Leonardo da Vinci diese Möglichkeiten gehabt hätte?

Kartoffeln einmal durch den Schredder – Fritten á la Banksy.

Oder eben diese Sorte Pommes.

Manche werden politisch und schreddern die Verfassung der USA ...

... andere machen auf  den Klimawandel aufmerksam:

Auf die Idee mit Essen kamen übrigens mehrere:

Ist das noch ein Meme oder schon Kunst?

Und hier noch einmal die Aktion des Kapitalismuskritikers Banksy in einem Bild:


Gerechtigkeit

Ein Jahr MeToo: Es muss sich noch viel verändern

Neulich erzählte mir eine Freundin von einer Situation bei der Arbeit. Die männlichen Kollegen aus der Führungsriege hätten sich in der Mittagspause darüber aufgeregt, wie schlimm es sei, mit Frauen zu planen. Diese Schwangerschaften. Diese Halbtagsstellen. Super schwierig.

"Was ein Schwachsinn", sagte die Freundin. Eine der Kolleginnen arbeite Vollzeit, habe drei Kinder. Frauen, die in Teilzeit arbeiteten, erledigten viele Aufgaben noch von zu Hause – obwohl sie nicht mehr dafür bezahlt würden. Und auch die lästernden Männer selbst haben zum Teil Kinder und arbeitende Frauen, sie wissen also um die Herausforderung, Arbeit und Familie miteinander zu vereinbaren.

Was also ist ihr Problem? 

Sie erheben sich über die Kolleginnen, reden sie klein. Frauen mit Kindern = die komplizierten Mitarbeiterinnen. Wie sollen männliche Machstrukturen durchbrochen werden, wenn dieses Bild der arbeitenden Mutter weiter aufrecht erhalten wird?

Es gibt sie noch, die Situationen in Clubs, wenn Männer versuchen, dir unauffällig über den Po zu streichen. Freundinnen, die dir erzählen, wie sie an einer Frage verzweifeln: Kind oder Karriere? Männer, die eigentlich nur einen Witz machen wollten – aber dabei Brüste erwähnten. 

Ein Jahr nach #MeToo habe ich mich gefragt: Haben all die Frauen, die ihre Stimme erhoben haben, all die Berichte über Sexismus, Vergewaltigungen, Macht der Männer, all die Preise für starke Frauen, all die Studien zu Gehaltegefällen nichts gebracht?