Bild: Peter DeVito

Wer Pickel hat, soll sich besser ernähren, andere Produkte für die Haut benutzen, zur Kosmetikerin gehen und viel Wasser trinken. Zumindest sind das die Ratschläge, die Menschen mit Hautproblemen immer wieder bekommen. 

Sie sind nervig, weil man meistens schon all diese Dinge probiert hat und in vielen Fällen nichts davon hilft. Und sie geben einem das Gefühl, irgendwie fehlerhaft zu sein.

Der Künstler Peter DeVito hat selber seit vielen Jahren Akne – und er hat keine Lust mehr auf das Stigma. Seine Botschaft: Hautprobleme sind nichts Schlimmes und man muss sie nicht verstecken.

"I'm so fucking sick and tired of the Photoshop", steht auf seinem Gesicht, von dem er ein Foto hochgeladen hat. 

Kein Retuschieren mehr, keine Fake-Bilder auf Instagram. Peter DeVito hat genug von der angeblichen Perfektion und hat ein Fotoprojekt gestartet, das die Haut von Menschen genau so zeigt, wie sie ist: imperfekt.

Der 20-jährige Kunststudent aus New York hat seit der achten Klasse starke Akne – also seit rund sieben Jahren. Er kennt sich aus mit den damit verbundenen Gefühlen, den Ratschlägen und sämtlichen Versuchen, etwas dagegen zu unternehmen. 

Die Sätze, die er sich anhören muss und die ihm durch den Kopf gehen, schreibt er nun für seine Fotos sich selbst und anderen ins Gesicht. 

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"In Magazinen und in der Werbung werden einem immer Wege gezeigt, wie man Akne angeblich loswerden kann", sagt Peter, "aber sehr selten wird den Menschen dort gesagt, dass Akne ganz normal ist." Und nicht alle Formen von Akne lassen sich von teuren Produkten oder einer anderen Ernährung beeindrucken.

Wenn man es also nicht ändern kann – warum dann nicht einfach die Akne akzeptieren?

Das ist gar nicht so leicht. In den sozialen Medien taucht zwar immer mehr zum Thema Body Positivity auf, also Posts, in denen sich Menschen so akzeptieren, wie sie sind. Egal, ob sie in Schönheitsideale passen oder nicht. 

Dabei geht es oft um Gewicht oder um Fitness, selten um die Haut. "Es ist zwar inspirierend zu sehen, dass die Menschen anfangen, sich selbst und ihr Aussehen zu akzeptieren", sagt Peter zu bento, "doch ich habe nur sehr wenige solcher Posts von Personen mit Akne gefunden." 

Mit seinen Fotos will er deshalb diesen Menschen helfen, sich so zu zeigen, wie sie sind. Und was würde er jemandem sagen, der das nicht schafft? Dass es nichts Unnormales ist:

Nicht jeder hat "perfekte" Haut, und das ist komplett in Ordnung.
Peter DeVito

Peters Posts zur Haut werden auf Instagram tausendfach geliked. Darunter finden sich Kommentare wie diese: 

  • "Ich erinnere mich noch daran, wie ich wegen meiner Akne ausgeschlossen wurde. Deine Arbeit macht mich so glücklich."
  • "Jeder sieht Perfektion anders. Was für den einen ein Fehler ist, kann für den anderen eine positive Eigenschaft sein."
  • "Ich bin so dankbar, dass jetzt endlich andere diesen Kampf verstehen."
  • "Ich habe seit der Grundschule alles versucht. Waschen und pflegen mit etlichen Produkten, Techniken, etc... und ich habe immer noch Akne. Danke!"

Die Aussage seiner Bilder sind offenbar genau das, was sich viele Menschen seit langem erhofft haben.


Grün

Aldi und Lidl wollen mehr unverpacktes Gemüse anbieten

Müll zu vermeiden, ist im Alltag oft schwierig – weil viele Produkte nur in Unmengen von Verpackungsmaterial zu bekommen sind. Oft wird den Konsumenten die Müllvermeidung dabei schwerer gemacht, als sie sein müsste. 

Ganz vorne dabei auf der Liste des Verpackungsschwachsinns: verpacktes Obst und Gemüse – allen voran diese einzelnen, in Plastik eingeschweißte Auberginen oder Plastikbeutel mit zwei Paprikas.

Dass mit solchen Verpackungen mehr Müll produziert wird als nötig, haben jetzt zum Glück auch die großen deutschen Supermarkt-Ketten erkannt: Aldi und Lidl haben letzte Woche bekannt gegeben, in Zukunft mehr loses Obst- und Gemüse anbieten zu wollen. Beide Unternehmen sagten der Wirtschaftswoche, dass der Anteil unverpackter Obst- und Gemüsesorten erhöht werden soll.