Bild: dpa/Roland Weihrauch

Erst wurde es ihm verboten, nun darf Ai Weiwei doch Kunst aus Legosteinen bauen. Die Lego-Gruppe will bei Großbestellungen in Zukunft nicht mehr fragen, wofür die Steine verwendet werden, wie das Unternehmen am Dienstagabend mitteilte (Mitteilung von Lego). Damit reagiert Lego auf Kritik von außen: Im vergangenen September wollte der chinesische Künstler und Regimekritiker Ai Weiwei eine Riesenportion Legosteine bestellen, um daraus ein Kunstwerk für die Ausstellung "Andy Warhol/Ai Weiwei" in Melbourne zu bauen.

Doch Lego lehnte ab. Der Grund: Das Unternehmen wolle politische Kunst nicht unterstützen. Ai Weiwei warf dem Unternehmen daraufhin Zensur und Diskriminierung vor, Unterstützer spendeten ihm Legosteine für seine Ausstellung (SPIEGEL ONLINE).


Bislang mussten Käufer außergewöhnlich großer Mengen angeben, wofür sie die Legosteine verwenden wollen. "This has been done, as the purpose of the LEGO Group is to inspire children through creative play, not to actively support or endorse specific agendas of individuals or organizations", schreibt das Unternehmen in seiner Mitteilung. Lego behielt sich vor, die Bestellung daraufhin abzulehnen – so wie im Falle von Ai Weiwei.

In Zukunft will Lego nicht mehr nach dem Zweck einer Großbestellung fragen; stattdessen sollen Kunden, die ihre Werke öffentlich zeigen wollen, klarstellen, dass die Lego-Gruppe das Projekt nicht unterstützt (Mitteilung von Lego).

Ai Weiwei reagierte bereits auf den Sinneswandel bei Lego – mit einem Foto auf Instagram:

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