Vorsicht: Vor diesen Hunden, Ratten und Spinnen könntest du dich erschrecken. Sie sind überdimensional groß und sehen aus, als kämen sie direkt auf dich zugerannt – dabei sind es nur Illusionen des Künstlers Odeith. Der Portugiese sprayt auf der ganzen Welt 3D-Motive an Wandecken.

In den Neunzigerjahren hat er mit dem Sprayen angefangen, heute verdient er damit Geld, erhält Aufträge für Museen und Veranstalter. Trotzdem besprüht er weiterhin leere Wände auf den Straßen. "Gratiskunst für alle", nennt er das.

Für den richtigen 3D-Effekt seien Licht und Schatten auf den Figuren wichtig, aber auch die Perspektive, in der man auf das Bild blickt. In der Regel lässt er sich für seine Bilder von der Natur inspirieren.

Einen Auszug seiner urbanen 3D-Werke seht ihr im Video oben.



Fühlen

Drei Models erzählen, wie schlimm ihr Beruf ist
Über sexuelle Belästigung, Konkurrenzdruck und Abhängigkeit in der Modelbranche.

Der Beruf des Models ist nicht erst begehrt, seit Heidi Klum jedes Jahr mit ihren "Meeedchen" das Privatfernsehen unsicher macht. Mit Promis zusammenarbeiten, die Welt bereisen und auf überdimensionalen Reklametafeln für große Modelabels zu posieren, ist für unzählige junge Leute die Defintion des Traumberufs

Doch die Realität des Modeldaseins ist mehr Laufpass als Laufsteg: Die Castings sind hart umkämpft, der Druck, den Standards der Modeindustrie zu entsprechen, enorm.

Wir haben mit jungen Menschen gesprochen, deren Alltag aus stundenlangem Warten, Bodyshaming und leider auch: sexuellen Übergriffen bestand. Während manche immer noch in der Branche tätig sind, haben andere sie längst verlassen. Hier erzählen sie, was sie in der vermeintlich glänzenden Industrie erlebten.

1. Vincent, 26

Wollte nach dem Studium nicht mehr hauptberuflich modeln.

Ich fing an zu modeln, nachdem ich mit einer Freundin eine Fashionshow besucht hatte. Ein Agent sprach mich dort an, er wollte mich bei einer Agentur in Hamburg unter Vertrag nehmen. Die machten mir von Anfang an klar, dass ich zwar gut zu ihnen passe, allerdings noch viel mehr an meinem Körper arbeiten müsse. Konkret bedeutete das: abnehmen und Muskeln aufbauen.