16.04.2018, 06:54 · Aktualisiert: 19.04.2018, 11:16

Jeder von uns sollte ein Vorbild haben.

Bei mir war es Jim Morrison. Als ich sechzehn war, hängte ich mir sein Poster übers Bett, und da blieb es, bis ich wenige Jahre später zuhause auszog. Von dort blickte der Sänger der Doors auf mich herab, wenn ich Gedichte in mein Notizbuch kritzelte, Gitarre übte oder einfach davon träumte, wie er durch die Masse ekstatischer Fans zu taumeln:

"Let it roll, baby, roll. Let it roll, baby, roll. Let it roll… all night long!"

Auf dem ikonischen Bild steht Morrison mit griechischer Lockenmähne und nacktem Oberkörper da, jede Rippe deutlich sichtbar, beide Arme abgespreizt, als hätte man ihn gekreuzigt. Das wäre aber gar nicht nötig gewesen: Ich betete den Mann auch so an. Und ich wollte natürlich nichts lieber, als zu werden wie er.

(Bild: Giphy)

Ich war gern bereit, mich mit jedem anzulegen, der etwas gegen ihn sagt. Aber natürlich wussten die meisten Leute in meiner Klasse nicht mal, wer Jim Morrison überhaupt war. An ihren Wänden hingen andere Berühmtheiten: Mit Hendrix konnte ich leben, mit James Brown auch, Dr. Dre – okay. Bei meiner ersten längeren Freundin hing Marilyn Manson. Daran hatte ich dann schon zu kauen.

Andere – mit denen ich zu dieser Zeit allerdings zu wenig zu tun hatte, um jemals in ihren Zimmern gewesen zu sein – hatten ganz sicher Jürgen Klinsmann oder Michael Schuhmacher an der Wand.

Aber egal, wen wir damals gut fanden: Als wir zuhause auszogen, ließen wir die Poster zurück.

Nicht, dass in WGs keine Poster hängen würden – schließlich kommt keine Jungs-WG ohne Scarface und Pulp Fiction aus, und keine Kellerwohnung ohne Dreadlocks-Alien und Tomb Raider. Aber echte Vorbilder – berühmte Menschen, denen wir nacheifern wollen – sind darauf fast nie zu sehen.

(Bild: Giphy)

Ich schätze, wenn wir älter werden, verlieren wir ein bisschen die Fähigkeit, andere Menschen zu bewundern. Oder wir glauben, schon geworden zu sein, wer wir mal werden wollten (oder eben nicht), und sehen keinen Grund mehr, uns an Idolen zu orientieren. Oder wir erkennen, dass unsere Idole so perfekt nun auch wieder nicht waren.

Jim Morrisons Gedichte zum Beispiel sind bei genauerer Betrachtung ziemlich schrecklich. Meine Ex-Freundin erklärte mir irgendwann, dass Manson eh nur bei den Nine Inch Nails abschrieb (die mir auch nichts sagten). Und James Brown war menschlich… naja, sagen wir: komplex.

Und es ist ja auch gut, dass wir die Celebritys nicht mehr vergöttern. Aber wozu gleich alle Poster von den Wänden reißen, nur weil halt kein Mensch perfekt ist? Immerhin haben unsere Vorbilder viel für uns getan. Ich hätte nie Gitarre gelernt, wenn ich mich damit nicht zu "Light my fire" hätte begleiten wollen. Meine Ex hätte sich damals viel einsamer gefühlt, wenn sie nicht gewusst hätte, dass Manson ihre Meinung zu den „Beautiful People“ teilt. Und Klinsmann machte sicher vieler seiner Fans zu besseren Fußballern.

Vorbilder fordern uns heraus und geben uns Halt. Sie bringen uns dazu, unser Bestes zu geben, immer wieder nach mehr zu streben. Und sie machen ganz nebenbei, dass wir uns für neue Dinge interessieren.

Morrison war mein Einstieg in die Geschichte der Studentenbewegung. Jeder Dr. Dre Song ist eine Einladung, mehr über die afroamerikanische Geschichte zu lernen.

(Bild: Giphy)

Wieso solltest du heute also eher ohne Vorbilder auskommen als vor ein paar Jahren? Du bist vielleicht erwachsen, aber du bist längst nicht fertig. Du kannst immer noch besser werden in deinem Talent. Du kannst immer noch Neues lernen! Du kannst dich immer noch abarbeiten an den Vorzügen und – ganz wichtig! – den Fehlern berühmter Menschen.

Dazu sind berühmte Menschen da.

Dazu musst du dir kein Poster übers Bett hängen. Aber verstecken musst du dein Vorbild auch nicht. Ganz im Gegenteil: Wer einem Ideal nachstrebt, der darf das stolz verkünden. Hier, ich mache den Anfang: Meine neuen Vorbilder sind Emma González (weil ich gern so mutig wäre wie sie), Kendrik Lamar (weil ich gern so schreiben könnte wie er) und Bill Murray (weil… Bill Murray halt).

(Bild: Giphy)

Und wer sind deine?

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Future

Wie du als junger Mensch für ein Haus sparen kannst

15.04.2018, 18:04 · Aktualisiert: 15.04.2018, 18:05

Ja, Immobilien werden immer teurer. Aber es gibt da ein paar Tricks.

Wohnen wird in Deutschlands Städten immer teurer, vor allem die Kaufpreise steigen, fast überall sind Wohnungen knapp. Da frage ich mich als junger Mensch, ob ich mir überhaupt jemals eine eigene Immobilie leisten kann. Schön wäre es ja schon, irgendwann mal mit der Familie in den eigenen vier Wänden zu wohnen. Einen konkreten Zeitplan habe ich aber nicht.

Privat investiere ich seit Jahren einen Teil meines Geldes in passive Aktienfonds, also ETFs, und einen Teil in sichere Anlageformen wie Tages- und Festgeld. Nun frage ich mich: Sollte ich zusätzlich ein Finanzprodukt abschließen, um mich gezielt auf einen späteren Immobilienkauf vorzubereiten?