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Bild: WDR

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Schambehaarung, Hitler und Dorfjugend: Die Streamingtipps zum Wochenende

11.12.2015, 13:26 · Aktualisiert: 12.04.2016, 14:24

Die Mediasteak-Tipps der Woche

Haarige Sache – Nacktmull oder Äffchen

Rasieren, Wachsen, Epilieren – es gibt viele Möglichkeiten, der Körperbehaarung an den Kragen, pardon, an die Wurzeln zu gehen. Doch wieso verteufeln wir unser natürliches Fell so sehr? Obenrum tragen wir doch auch am liebsten eine voluminöse Kopfbedeckung. Also warum lassen wir nicht einfach mal wuchern und Stoppel Stoppel sein?

Die zehnteilige Webdokumentation "Haarige Sache" widmet sich voll und ganz unserer Sexualität und beleuchtet sehr unterhaltsam, welche Rolle dabei Körperhaare spielen. Vom weiblichen Geschlecht als Sexbestie, die nur durch Rasur gezähmt werden kann, über die Geschichte der Enthaarung bis hin zu der Frage, warum der Wildwuchs gar nicht so schlecht ist – sehen wir, mit absurden und witzigen Filmausschnitten unterlegt, das gestörte Verhältnis zu unserer Körperbehaarung.

Haarige Sache bei Arte gucken
(je Folge 4-6 Minuten | Verfügbar bis 03.11.2018)

Hitlers Vorkosterin

(Bild: rbb / Achim Hippel)

Jeder Bissen hätte ihr letzter sein können: Die junge Margot Woelk war eine von 15 Vorkosterinnen Adolf Hitlers. Gezwungen von der SS, testete sie jede Speise auf Gift, bevor sie vom Führermaul verschlungen wurde. "Wir wussten ganz genau, dass die Briten ihn vergiften wollten und dass wir die Vorkosterinnen waren. Manchen liefen schon beim Essen die Tränen runter. Und dann haben wir geheult wie die Schlosshunde, dass wir's überlebt haben."

Zweieinhalb Jahre aß die heute 97-Jährige für Hitler, ohne Genuss und unter ständiger Angst, vergiftet zu werden. 1944 gelang ihr die Flucht, die 14 anderen Frauen wurden von russischen Soldaten erschossen. Nach der Rückkehr in ihre Heimatstadt Berlin war die schlimmste Zeit im Leben von Margot Woelk aber noch lange nicht vorbei. Dennoch sehen wir in der spannenden Doku, dass sie ihre Lebensfreude nicht verloren hat.

Hitlers Vorkosterin beim WDR gucken
(29 Minuten | Verfügbar bis 17.12.15)

Hinterwelten: Liebe, Drogen, Langeweile – Jugend in der Kleinstadt

(Bild: WDR)

Wir sehen imposante Bilder eines verlassenen deutschen Landstriches zwischen Oberfranken und Tschechien – hier leben die Jugendlichen, die der Dokumentarfilm "Hinterwelten" in szenisch beeindruckenden Episoden begleitet. Borek – den "Häuptling im Drogenwald", Flo – den Open-Air-Partyveranstalter, Skinhead Keksi und seine Freundin Marge, die die Ödnis der Kleinstadt gern hinter sich lassen würde, und den Waldbewohner und Überlebenskünstler Roman, der zwar keinen Kontakt mehr zur Außenwelt hat, dafür aber Chrystal Meth.

Das Lebensgefühl der Jugendlichen zwischen Langeweile, Perspektivlosigkeit, Liebe und Drogen fängt der von den Nachwuchsautoren der HFF München produzierte Film "Hinterwelten" wunderbar ein. Er lässt uns in Panorama-Aufnahmen der verwunschenen Gegend versinken, während er die Identitätssuche der hier lebenden Jugendlichen porträtiert.

Hinterwelten beim WDR gucken
(29 Minuten | Verfügbar bis 28.11.2016)

Mediasteak x bento

MediasteakAnne und Laura von Mediasteak zeigen, was in den Mediatheken steckt. Jeden Freitag empfehlen sie die besten Spielfilme, Dokumentationen und Serien bei bento.

Nichts für dich dabei? Guck' doch The Last Man On Earth, oder The 100, oder Deutschland 83.