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"Masters of Sex" könnte deine neue Lieblingsserie werden

01.02.2016, 18:41 · Aktualisiert: 12.09.2016, 15:32

Heißer Sex zwischen Wissenschaft und Drama.

Next × bento

Mit Serien ist es wie mit Beziehungen: Wunderschön, bis sie dann vorbei sind. Damit der Schmerz nicht zu groß wird, muss eine neue Lieblingsserie her. Bei Next stellt bento Serien vor, die das Zeug dazu haben.

Die harten Fakten

  • Titel: "Masters of Sex"
  • Stoff: drei Staffeln, bisher 36 Folgen à 55 Minuten = 33 Stunden (die vierte Staffel ist am 11. September 2016 gestartet!)
  • Für Fans von: "Girls", "Mad Men", "Sex And The City", "Satisfaction", "A Young Doctor's Notebook"

Darum solltest du’s gucken:

Allgemeinbildung

"Masters of Sex" spielt in den Fünfzigerjahren, es geht um die Anfänge der Sexualwissenschaft. Die Serie basiert auf einer historischen Vorlage, erstmals versucht ein Forscherteam, wesentliche Fragen über Sex zu beantworten: Wie kommt der weibliche Orgasmus zustande? Was passiert beim Höhepunkt im Körper? Was hat es mit Homosexualität auf sich? William Masters ist angesehener Sexualforscher in einem Lehrkrankenhaus. Gemeinsam mit seiner Assistentin Virginia Johnson führt er Studien durch, die dem prüden Amerika der Fünfzigerjahre sehr missfallen: In seinem Labor werden Pärchen verkabelt und beim Sex beobachtet, mit einem gläsernen Dildo schauen die Wissenschaftler bei der Selbstbefriedigung ins Innere.

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Menschliche Schicksale

In "Masters of Sex" treffen viele starke Charaktere aufeinander, deren Lebensgeschichten einzeln schon genügend Stoff für eine Serie hergeben würden. Die sympathische Prostituierte, die sich mit der Teilnahme an den Studien etwas dazuverdient und erklärt, dass jede Frau Orgasmen vortäuscht; der Krankenhaus-Leiter, der sich mit Elektroschocks "therapieren" lässt, weil er seine Frau so sehr liebt, dass er denkt, seine Homosexualität so “überwinden” zu können; die alleinerziehende Mutter, die sich in der Männerdomäne Krankenhaus als Forscherin etablieren möchte, bevor sie auch nur einen Abschluss vorzuweisen hat.

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Großartige Besetzung

Die weibliche Hauptrolle, Virginia Johnson, wird von Lizzy Caplan gespielt. Diese kennen wir nicht nur als Geheimagentin aus "The Interview", sondern auch als Gothic aus dem Teeniefilm "Mean Girls". In der Rolle des William Masters steht an ihrer Seite Michael Sheen, der zum Beispiel als Verkörperung von Tony Blair aus "Die Queen" bekannt ist. Dazu kommen Gastrollen von Sarah Silverman (zweifache Emmy-Gewinnerin und eine der witzigsten US-Comedians) und Beau Bridges (der schon so lang schauspielert, wie die historische Vorlage der Serie alt ist).

Lizzy Caplan als Virginia E. Johnson

Lizzy Caplan als Virginia E. Johnson (Bild: Showtime)

Sex, Sex, Sex

Hübsche Menschen haben Sex mit hübschen Menschen. Nicht immer im Labor, sondern auch mal auf dem Schreibtisch, im Bett, an der Wand, auf der Toilette, im Auto. Mal mit sich selbst, mal miteinander – mal Männlein mit Weiblein, mal Männlein mit Männlein. Dabei wird die Serie nicht pornographisch, sondern bleibt ästhetisch – ist aber gleichzeitig nicht diskret.

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Darum solltest du’s nicht gucken:

Angeberwissen

Prahlen sollte man mit dem neuerworbenen Wissen aus "Masters of Sex" eher nicht. Zumindest nicht ungefiltert. Denn: Historische Korrektheit leistet die Serie nicht – einiges ist der Spannung zuliebe nicht hundertprozentig so wiedergegeben, wie es war.

Für Kollegen-Gespräche

"Masters of Sex" ist nicht wirklich der Stoff für Büro-Unterhaltungen. Es geht schließlich um Sex – und das ist vielleicht nicht das Nummer-Eins-Thema für die Mittagspause mit den Kollegen. Auch als Serienempfehlung für die Eltern eignet sich "Masters of Sex" nur, wenn ihr sehr offen miteinander seid. Dann vielleicht doch lieber "Silicon Valley" gucken und über Erfindungen reden.

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