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Diese Serien werden ab Staffel 2 immer besser

12.11.2017, 18:00 · Aktualisiert: 14.11.2017, 10:49

Viele Serien starten vielversprechend, fallen dann aber rapide ab ("Heroes", "Lost", Glee", "Dexter" – ihr wisst schon, wen wir meinen). Aber es gibt Ausnahmen.

Wir präsentieren sechs Serien, die mit der Zeit nur besser wurden!

1. "Ray Donovan"

Seit nunmehr fünf Staffeln verdingt sich Ray Donovan (Liev Schreiber) als Problemlöser für die Schönen und Reichen von Los Angeles. Dabei stehen ihm ausreichend eigene Probleme ins Haus, nachdem sein krimineller Vater Mickey (Jon Voight) aus dem Gefängnis entlassen wird. Mickeys Rückkehr stellt Ray vor seine wohl langwierigste und zugleich härteste Aufgabe: Er muss sich seiner eigenen traumatischen Jugend stellen.

Die komplexe Familiengeschichte der Donovans konnte – auch dank der grandiosen Chemie zwischen Voight und Schreiber – von Anfang an begeistern. Dabei legte die starke erste Staffel eigentlich nur das Fundament für die folgenden Jahre. Die Irrungen und Wirrungen, denen Ray in den zwielichtigen Ecken von L.A. ausgesetzt ist, werden durch die angespannte Familiendynamik nicht gerade leichter zu meistern.

Wo läuft es: "Ray Donovan" umfasst bisher 59 ca. einstündige Episoden, die sich auf fünf Staffeln verteilen. Die Serie ist unter anderem bei Amazon und Netflix zu sehen.

Auch ein Garant für gute Serien – die Emmy-Gewinner 2017:

1/12

2. "Star Trek: The Next Generation"

Seit "Star Trek: Discovery" hierzulande bei Netflix läuft, bekommt ein ganz neues Publikum Einblick in Gene Roddenberrys Sci-Fi-Universum. Das Franchise hat schon einige sehr sehenswerte Serien produziert. Eine der vielleicht stärksten Ableger ist bis heute "Star Trek: The Next Generation" mit Patrick Stewart als Captain Jean-Luc Picard und Jonathan Frakes als Commander Riker.

In der ersten Staffel musste der heiß geliebte Star-Trek-Ableger sich aber erst noch finden: Die Charaktere wirkten hölzern, viele Geschichten bemüht. Dann fing Commander Riker an, sich einen Bart stehen zu lassen, und alles wurde irgendwie besser. Wer Old-School-Trek erleben will, ist hier bestens bedient.

Wo läuft es: Die 178 ca. 45-minütigen Folgen von "Star Trek: The Next Generation" verteilen sich auf sieben Staffeln. Die komplette ist aktuell bei Netflix im Programm.

3. "Arrested Development"

Die Familie Bluth ist reich, mächtig und angesehen. Damit ist allerdings abrupt Schluss, als Patriach George Senior (Jeffrey Tambor) wegen illegaler Geschäftspraktiken ins Gefängnis kommt. Nun ist es an Georges Sohn Michael (Jason Bateman), die Familie zusammenzuhalten. Keine leichte Aufgabe: Die Bluths als exzentrisch zu bezeichnen, wäre noch eine Untertreibung. Mit dabei: Will Arnett als Michaels älterer Bruder – Lebensmotto: "'ve made a huge mistake!“".

Die ersten Folgen ließen die vielfach preisgekrönte Komödie wie eine generische Sitcom erscheinen – zu Unrecht. "Arrested Development" bietet einen Cast voller außergewöhnlicher Charaktere, originelle Ideen und vor allem wirklich witzigen Pointen. Hier zündet jeder Gag – und die kommen so schnell, dass beim ersten Mal Anschauen schlicht keine Zeit ist, sie alle zu würdigen.

Wo läuft es: "Arrested Development" umfasst bisher 4 Staffeln mit insgesamt 68 ca. halbstündigen Folgen. Die Serie läuft bei Netflix, wo 2018 auch eine fünfte Staffel Premiere feiern soll.

4. "The 100"

Eine nukleare Katastrophe hat die Welt, wie wir sie kennen, vernichtet. Ein paar tausend Überlebende fristen ihr Dasein seitdem auf der Raumstation Ark – doch ihnen läuft die Zeit davon. Um herauszufinden, ob die Erde noch bewohnbar ist, werden 100 jugendliche Häftlinge zurück geschickt. Dort angekommen müssen die Jugendlichen allerdings schon bald feststellen, dass sie nicht allein sind auf dem verseuchten Planeten...

Anfangs wirkte die Sci-Fi-Serie nach dem Roman von Kass Morgan wie ein mit heißer Nadel gestrickter "Hunger Games"-Abklatsch. Schon zur Halbzeit der ersten Staffel zog die Qualität der Drehbücher dann aber merklich an. Die anfänglich unklaren Motivationen der Figuren klarer definiert und die verschiedenen Häftlinge gingen auf Konfrontationskurs miteinander.

Wo läuft es: Bisher gibt es vier Staffeln "The 100" mit insgesamt 58 Episoden von ca. 45 Minuten Länge. Die Serie kann unter anderem bei Amazon und maxdome gestreamt werden.

5. "Hannibal"

Um einen Serienkiller zu fassen, sucht FBI-Agent Will Graham (Hugh Dancy) Rat bei dem renommierten Psychiater Dr. Hannibal Lecter (Mads Mikkelsen). Das ist der Beginn einer fruchtbaren Zusammenarbeit, die jedoch ein schockierendes Ende nehmen soll. Was niemand beim FBI ahnt: Lecter ist Kannibale – und wird eines Tages Wills schwierigster Fall werden.

Von Anfang an lockte der düstere Psychothriller mit dieser reizvollen Prämisse. Zu Beginn ließ "Hannibal" sich dann aber zu viel Zeit: Zu oft stand nicht die Beziehung zwischen Will und Lecter im Mittelpunkt, sondern der Killer der Woche. Spätestens mit der zweiten Staffel legt die Handlung aber an Tempo zu und gibt den Fans das, was sie von Anfang an wollten: Die Vorgeschichte des berühmtesten Killers der Popkultur.

Wo läuft es: "Hannibal" brachte es auf 3 Staffeln und insgesamt 39 Episoden à 45 Minuten. Die Serie läuft unter anderem bei maxdome und Amazon.

6. "Crazy Ex-Girlfriend"

Als die deprimierte aber erfolgreiche Anwältin Rebecca (Serien-Co-Schöpfern Rachel Bloom) ihre Jugendliebe Josh (Vincent Rodriguez III) zufällig auf der Straße wiedertrifft, stellt das ihr Leben komplett auf den Kopf. Kurzerhand bricht sie alle Zelte ab und reist Josh nach Kalifornien hinterher. Dort stolpert sie bald in eine Affäre mit Joshs Kumpel Greg (Santino Fontana), während sie weiter Josh anschmachtet.

Selten sind Charaktere so zwiespältig und vielschichtiger entwickelt wie in dieser Gesellschaftssatire. Merkwürdigerweise passen die Musical-Nummern genau in das Konzept, so dass allen, die meinen, sie könnten mit Musicals nichts anfangen, an der Stelle gesagt sei: Hier schon! Dabei geht es schnell nicht mehr nur um die Romanzen der Protagonistin sondern um die Ängste und Herausforderungen, die sich Frauen und Männer heute stellen.

Nach einer ersten, Emmy-ausgezeichneten Staffel übertrifft sich die zweite selbst: Der Serie gelingt es, Charme und Elan der ersten Staffel aufrecht zu erhalten, gleichzeitig aber den Figuren mehr Tiefe zu geben.

Wo läuft es: Die ersten beiden Staffeln mit ca. 45-minütigen Episoden sind bei Netflix zu sehen.

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