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5 Gründe, jetzt "Mord im Orient-Express" im Kino zu gucken

09.11.2017, 15:05

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Eine Neuverfilmung

"Mord im Orient Express” wird so einigen bestimmt kein neuer Begriff sein, denn Agatha Christie’s berühmter Krimi wurde immerhin schon vier Mal verfilmt. Darunter ist die Version von Sidney Lumet aus dem Jahre 1974 mit Schauspieler Sean Connery heute ein echter Klassiker. Die letzte Version gab es im Jahre 2001, so dass nun wieder genug Zeit verstrichen ist und wir uns auf die Neuverfilmung von Shakespeare-Mime Kenneth Branagh freuen können, der auf den 20er-Jahre-Look setzt und mit modernen Effekten dennoch einen Kontrast zum Altertümlichen schafft.

Nachdem Detektiv Hercule Poirot (Kenneth Branagh) einen Fall in Jerusalem geklärt hat, wird er auch schon zum nächsten nach London gerufen. In Istanbul verschafft ihm sein Freund Bouc (Tom Bateman) ein Abteil im eigentlich bereits vollbesetzten Orient Express nach Calais. Doch irgendwo im Balkan stoppt eine Schneelawine den Zug, so dass es nicht mehr weitergeht. Gleichzeitig findet ein brutaler Mord an Passagier Mr. Ratchett (Johnny Depp) statt. Abgeschnitten von der Außenwelt muss sich der Täter noch im Zug befinden, also nimmt Detektiv Poirot seine Ermittlungen auf und befragt die Reisenden. Doch jeder von ihnen erzählt eine andere Geschichte.

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Die Starbesetzung

Kaum ein aktueller Blockbuster kann mit solch einer Dichte an Hollywoodstars glänzen wie "Mord im Orient Express”. So trifft der belgische Detektiv im Luxus-Zug auf eine Menge internationaler Mitreisender: den Amerikaner Edward Ratchett (Johnny Depp) mit seinem Assistenten Hector MacQueen (Josh Gad) und seinem Butler Masterman (Derek Jacobi), die Prinzessin Dragomiroff (Judi Dench) mit ihrer Zofe Hildegard Schmidt (Olivia Colman), den deutschen Professor Gerhard Hartmann (Willem Dafoe), die Witwe Caroline Hubbard (Michelle Pfeiffer), den Arzt Arbuthnot (Leslie Odom Jr.), die Missionarin Pilar Estravados (Penélope Cruz), die Gouvernante Mary Debenham (Daisy Ridley), den Grafen Andrenyi (Sergei Polunin) und seine Frau (Lucy Boynton) sowie den Autohändler Marquez (Manuel Garcia-Rulfo).

Wem also das Szenario nicht so wichtig bzw. einfach schon durch den Roman bekannt ist, der wird durch die mehr als qualifizierte Besetzung einen neuen Blickwinkel auf das Geschehen erhalten - Vor allem mit Hinblick auf die Aktualisierung des Stoffes durch die Besetzung des Arbuthnot mit dem schwarzen Schauspieler und Sänger Leslie Odom Jr. (bekannt aus dem Broadway-Hit "Hamilton”).

Der glorreiche Cast in seinen Kostümen:

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Ein Agatha Christie-Krimi

Wir alle kennen moderne Krimi-Serien oder Krimi-Filme a la "Fargo”, "Castle”, "Criminal Minds” und Konsorten, die Jahr für Jahr aus allen Ecken gekrochen kommen und uns mit den wildesten Kriminalgeschichten versorgen. Dabei werden viel zu oft die guten, alten Klassiker vergessen, die uns vielleicht schon damals als Kinder begleitet haben. So gehört eben neben den unvergesslichen Arthur Conan Doyle mit "Sherlock Holmes” auch eine Agatha Christie mit ihren zahlreichen Kriminalromanen und Kurzgeschichten, die leider in der Filmwelt viel zu unbeachtet bleibt (abgesehen von den alten Schinken der 60er-, 70er- und 80er-Jahre).

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Die Kult-Figur Detektiv Hercule Poirot

Agatha Christie ist unter den Schriftstellern eine der bekanntesten Krimi-Autorinnen und wird für viele ihrer Kriminalromane und Kurzgeschichten geliebt. Es sind aber vor allem die Protagonisten wie Miss Marple, die der Leser ins Herz schließt. Dazu gehört auch Meisterdetektiv Hercule Poirot, der zur echten Kult-Figur geworden ist und nicht nur in "Mord im Orient Express” existiert. Stattdessen kommt er in mehreren Romanen vor, in denen mit jeder Geschichte sein Lebenslauf weitergesponnen wird.

Kenneth Branagh steht Poirots Schnurrbart übrigens sehr gut und abgesehen davon stellt er den Charakter auch so dar wie im Roman beschrieben: kauzig, pedantisch, und unvorstellbar stolz auf seine "kleinen grauen Zellen”.

Hercule Poirot ist der beste Detektiv der Welt:

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Ein Augenschmaus

Natürlich darf man neben der Handlung, den grandiosen Schauspielern und den kultigen Charakteren nicht das Visuelle vergessen, und das ist in diesem Film tatsächlich imposant. Die Fahrtaufnahmen, die luxuriöse Einrichtung und die historischen Kostüme von Alexandra Byrne (Oscar für "Elizabeth - Das goldene Königreich”) sind ein beachtlicher Augenschmaus, die einen in die vergangene Zeit des großen und klassischen Hollywood-Kinos zurückversetzen - trotz digitaler Bilder. Auch clevere Ideen wie die von oben gefilmte Entdeckung des Mordopfers oder die Nachstellung von da Vincis "Abendmahl” sind kleine Einfälle, die wortwörtlich beim Film schauen Spaß machen.


Fühlen

Das kennt jeder, der die Allerheiligenkirmes in Soest liebt

09.11.2017, 14:53 · Aktualisiert: 09.11.2017, 14:54

Der Duft nach Lakritz und Zuckerwatte. Die erste Kälte, die in die optimistische Übergangsjacke kriecht, irgendwo dröhnt eine Sirene, Menschen drängeln, schubsen sich beiseite, bleiben im Weg stehen. All das ist Kirmes. 

Wenn in Soest Allerheiligenkirmes ist, ist Herbst, November. Und November bedeutet bei mir auch Geburtstag. Dass der mit der Kirmes zusammenfällt, ist jedes Mal das Highlight meines Jahres.