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Filmtipp zum Wochenende: Die dreiste Lüge des Pop-Duos "Milli Vanilli"

05.01.2018, 16:45 · Aktualisiert: 06.01.2018, 11:32

Los Angeles, 1990: Robert Pilatus ist am Höhepunkt seiner Karriere angelangt – als Mitglied des Pop-Duos Milli Vanilli gewinnt er seinen ersten Grammy. Zuvor sind er und sein Bandkollege Fabrice Morvan binnen kurzer Zeit zu internationalen Stars geworden. Milli Vanilli landen einen Hit nach dem anderen. Doch was keiner bis dato weiß – sie haben nie einen Ton selbst gesungen.

"Der Robert wäre im Fußball besser aufgehoben gewesen."

Rob, der vor seiner Karriere in der FC Bayern-Auswahl spielte, steigt der plötzliche Ruhm schnell zu Kopf. Er beginnt Kokain zu nehmen und bekommt Star-Allüren, die in Größenwahn münden: "Musically, we are more talented than any Bob Dylan, Paul McCartney or Mick Jagger. I‘m the new modern rock‘n‘roll. I‘m the new Elvis."

Als der Drang nach eigener musikalischer Leistung immer größer wird, wollen Rob und Fab ihre Rolle als Playback-Darsteller nicht länger hinnehmen. Sie möchten auf ihrem zweiten Album selber singen. Doch ihr Produzent Frank Farian bekommt kalte Füße und enthüllt die Lüge auf einer Pressekonferenz.

Das Popmärchen von Milli Vanilli entpuppt sich als Albtraum.

Weil die beiden für den Schwindel verantwortlich gemacht werden, wird für sie der Traum zum Albtraum. Zum Beispiel ist für Rob "jeder Tag ein Kampf" – ein Kampf gegen die Drogen und die mediale Diffamierung. Letztendlich verliert er ihn und stirbt an einem Drogencocktail.

In "Milli Vanilli: From Fame to Shame" schildern damalige Wegbegleiter, Freunde und Fabrice Morvan selbst die Geschehnisse aus einer sehr persönlichen Perspektive. Eine bewegende Doku über eine Erfolgsgeschichte, die als einer der größten Skandale der Musikgeschichte endete.

Hier kannst du dir "Milli Vanilli: From Fame to Shame" anschauen

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Die CSU steht in der Kritik, weil sie Viktor Orbán einlädt. Wofür steht er?

05.01.2018, 15:47 · Aktualisiert: 05.01.2018, 19:16

Die CSU-Landesgruppe hält zurzeit ihre jährliche Klausurtagung in einem oberbayerischen Kloster ab. Mit dabei ist auch ein alter Freund der bayerischen CDU-Schwesterpartei: der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán.

Es ist nicht das erste Mal, dass die CSU Orbán als Ehrengast lädt. Trotzdem löst sie damit immer wieder Empörung aus. Die bayerischen Grünen haben sich deswegen überlegt, pünktlich zu Orbáns Auftritt 250 blaue Europa-Luftballons über die Halbinsel steigen zu lassen, auf der das Kloster steht. SPD-Mitglieder waren Seehofer bereits beim letzten Mal vor, einem "Autokraten und Europazerstörer" eine Plattform zu bieten.