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Warum Kurzfilme eine Chance verdient haben

31.05.2016, 13:16 · Aktualisiert: 31.05.2016, 20:00

Die offenste, experimentellste, schnellste, mutigste, abstrakteste, härteste, diskursivste, reaktivste Filmkunstform", so begeistert spricht Birgit Glombitza über Kurzfilme. Kein Wunder, sie ist schließlich Veranstalterin des Internationalen Kurzfilm-Festivals Hamburg. In sechs Hamburger Kinos und im Kolbenhof gibt es von Dienstag bis kommenden Montag mehr als 300 Kurzfilme zu sehen. Wir haben sie gefragt, was Kurzfilme ihrer Meinung nach so besonders macht:

Birgit Glombitza

Birgit Glombitza

Was ist so toll am Kurzfilm?

Der Kurzfilm ist die offenste, experimentellste, schnellste, mutigste, abstrakteste, härteste, diskursivste, reaktivste Filmkunstform. Dabei muss er zugleich ungeheuer diszipliniert sein. Seine Kunst ist die Festlegung. Unter Umständen auf das eine Bild, die eine Einstellung, die eine Fahrt, den einen Dialog. Er hat keine Zeit. Er hat nur diese eine Chance. Man verzeiht ihm nichts. Er ist das Medium für die künstlerische Selbsterkundung, für die Suche nach der vorläufig absoluten Form, für die Unverschämtheit, für das Grenzwertige.

Ist der Kurzfilm die Eintrittskarte ins Filmbusiness?

Das kann er sicher sein. Und einige bekannte Langfilmschaffende sind mit ihren Kurzen zuvor auf Kurzfilmfestivals gelaufen, die dann wie ein Durchlauferhitzer wirken können. Es gibt aber auch viele Filmemacherinnen und -macher, die sich sehr bewusst, teilweise ausschließlich der kurzen Form widmen.

Der Trailer fürs Festival ist natürlich auch ein Kurzfilm

Wie viele Kurzfilme werden eingereicht, die mit Handys gemacht werden?

Da kann ich keine klare Zahl nennen. Oft sind die Handyaufnahmen mittels Schnitt oder auch Bildbearbeitung eingebettet in andere Formate. Aber es nimmt zu, klar! Das festzustellen enthält aber keine Wertung. Es gibt hochspannende Handyfilme, wie sich ja auch auf der documenta oder in Venedig im Kunstkontext verfolgen lässt. Aus geopolitischen aber auch höchst privaten Krisengebieten. Das Medium, der Bildträger, wird sich stets verändern und genau diese Veränderung auch immer mitthematisieren. Kinogeschichte ist immer auch eine Geschichte der Technik, der Bedienung und des Möglichen.

"In Between" von Zacharias Zitouni


Wenn ich einen Kurzfilm machen will – was ist der eine gute Tipp?

Du, er oder sie sollte ein gutes Gespür für diese Art des Kinos haben. Das kann intuitiv oder bis ins letzte durchreflektiert sein. Warum diese Fahrt, warum diese Einstellungsgröße, warum diese Dialogzeile? Im Kurzfilm liegt alles unter dem Vergrößerungsglas.

Mehr über das Kurzfilm-Festival auf der Website.

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Diese versteckten WhatsApp-Tricks kennt nicht jeder

31.05.2016, 11:22 · Aktualisiert: 01.06.2016, 08:43

(für WhatsApp auf dem iPhone)

Die meisten von uns verbringen viel Zeit bei WhatsApp: Wir tauschen Fotos im Familien-Gruppenchat aus, besprechen Einkaufslisten mit unserer Freundin oder planen die nächste Geburtstagsparty. Aber obwohl wir die App täglich nutzen, kennen wir vielleicht nicht alle Funktionen. Wusstest du, dass du den Messenger auch am Computer nutzen kannst und du ganz genau sehen kannst, wer um welche Uhrzeit deine Nachricht im Gruppenchat gelesen hat?