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Die besten Filme, die in Hamburg gedreht wurden

02.04.2017, 15:44

Schtonk! (1992, Helmut Dietl)

In der Hamburger Stern-Redaktion herrscht Euphorie, dem Redakteur Gerd Heidemann ist ein Scoop gelungen: Er organisierte den Kauf der Hitler-Tagebücher. Doch was stehen denn da für Initialen darauf? F. H.? Führers Hund? Führers Hauptquartier? Fritzl Hitler? Egal! Dem Fälscher Konrad Kujau fehlte nun mal das "A". Verdacht wittert niemand.

Der Filmklassiker "Schtonk!" zeigt amüsant und überspitzt die Geschichte hinter dem gewaltigen Medienskandal. Neben Götz George, Harald Juhnke, Uwe Ochsenknecht, Veronica Ferres und Ulrich Mühe spielt Hamburg eine wichtige Hauptrolle in dieser großartigen Satire.

Fleisch ist mein Gemüse (2008, Christian Görlitz)

Durch und durch Hamburg ist die lustige Verfilmung des gleichnamigen Buchs von Heinz Strunk "Fleisch ist mein Gemüse", welcher ausschließlich in Hamburg und Umgebung gedreht wurde.

Wir begleiten den heranwachsenden Hobbymusiker Heinz, wie er gemeinsam mit der Tanzmusik-Kapelle "Tiffany" Bumsmusik auf Feuerwehrfesten in der Umgebung und in Altenheimen dudelt. Mit einem liebevollen (und sehr witzigen) Blick aufs nordische Milieu der "einfachen Leute" in den 80er Jahren.

St. Pauli Nacht (1998, Sönke Wortmann)

Eine Nacht, ein Kiez, verschiedene Personen. In seinem unterhaltenden Episodenfilm zeigt Sönke Wortmann Hamburg von der Dämmerung bis zum Morgengrauen aus der Perspektive von unterschiedlichen Gestalten.

Mit dabei: Ein gerade aus dem Knast entlassener Kleinkrimineller (Benno Fürmann), ein Taxifahrer, eine transsexuelle Prostituierte, der Postbote Manfred (Armin Rohde) und zwei Jugendliche. Ihre Geschichten verstricken sich rund um die Reeperbahn und zeigen ein atmosphärisches Bild einer Hamburger Nacht.

Bandits (1997, Katja von Garnier)

Vor 20 Jahren dröhnten die Songs von Emma, Luna, Angel und Marie aus unserer HIFI-Stereo-Anlage mit Kassettendeck. Es war der Soundtrack unserer Pubertät. Und des Films "Bandits" in dem vier Frauen aus dem Knast ausbrechen und auf ihrer Flucht heimlich Rockkonzerte geben.

Der Musikfilm wurde hauptsächlich in der Hansestadt gedreht. Doch das Gebäude, auf dem sich die wichtigste Szene abspielte, gibt es heute nicht mehr. Es stand in der großen Elbstraße und die Band rund um Jasmin Tabatabai und Katja Riemann spielte auf dem Dach des Hauses ihr letztes Konzert.

Soul Kitchen (2009, Fatih Akin)

Die Kochkünste des Kneipenbesitzers Zinos lassen zu wünschen übrig und der extravagante neue Spitzenkoch vergrault selbst die letzten Stammgäste. Ein gefundenes Fressen für einen dubiosen Immobilienhai...

Regisseur Fatih Akin drehte fast ausschließlich an Hamburger Szene-Drehorten, die von Gentrifizierung betroffen sind. Akin, der selbst aus der Hansestadt stammt, wollte einen modernen Heimatfilm schaffen und sich für seine Stadt einsetzen. In "Soul Kitchen" zu sehen sind die Fabrikhalle in Wilhelmsburg, welche als Restaurant dient, die Reeperbahn und die Alster, der Mojo Club und die Astrastube.

Gegen die Wand (2004, Fatih Akin)

Auch Fatih Akins vierter Spielfilm "Gegen die Wand" wurde zum Großteil in Hamburg gedreht – hauptsächlich in Altona, dem Heimatbezirk des Regisseurs. In dem preisgekrönten Drama begegnen sich die zwei Lebensmüden Cahit (Birol Ünel) und Sibel (Sibel Kekilli) in einem Krankenhaus und beschließen später zu heiraten.

Eher aus Zweck als aus Liebe. Doch die lässt nicht lange auf sich warten. Unvergessen die Szene in dem Hamburger Kulturzentrum "Fabrik" in der Sibel blutüberströmt auf die Bühne eines Konzerts springt.

Only Lovers Left Alive (2013, Jim Jarmusch)

Jim Jarmuschs "Only Lovers left Alive" ist ein etwas anderer Vampirfilm. In den Hauptrollen Tom Hiddleston und Tilda Swinton als Adam und Eve – zwei sich liebende Vampire, die die Jahrhunderte überleben und in ihrer Intelligenz und Komplexität den Menschen weit überlegen sind.

Im Film selber streunen die beiden nachts durch Detroit und Tanger. Doch gedreht wurde unter anderem auch in Hamburg. Eine der Club-Szenen, auf der die Vampire einem Konzert beiwohnen, wurde im Hamburger Szeneclub Kir gedreht.

James Bond: Der Morgen stirbt nie (1997, Roger Spottiswoode)

Der wohl berühmteste Geheimagent der Welt muss zum 18. Mal die Welt retten. Deshalb wird James Bond vom britischen Geheimdienst nach Hamburg geschickt wo er dem machtgeilen Medienmogul Elliott Carver auf die Schliche kommen soll.

Die meisten Hamburg-Szenen wurden allerdings in London gedreht. Lediglich das Hotel Atlantic, in dem er ganz james-bond-like eine heiße Liebesnacht mit einer Ex-Affäre verbringt, das Dach vom Saturn-Parkhaus sowie der Flughafen und die Mönckebergstraße sind Drehorte, die wirklich in Hamburg waren.

Kick It Like Beckham (2002, Gurinder Chadha)

Zwei selbstbewusste Mädels, die besser Fußball spielen als die Jungs im Park, müssen sich gegen tradierte Rollenbilder und hysterische Eltern durchsetzen, um ihrer Leidenschaft nachzugehen.

Eigentlich wurde "Kick it like Beckham" in London gedreht, doch für ein Spiel reisen Jess und Jules gemeinsam mit ihrem Team nach Hamburg. So bekommt die Hansestadt auch in diesem tollen Film einen Cameo. Zu sehen sind unter anderem der Rathausmarkt , der Bunker und das Alsterschippern. Im Hotel Steigenberger schläft die Mannschaft und am Elbufer wird Fußball gespielt.

Wann strahlst du?

Das beste kommt zum Schluss: Ganz viel Promille auf der Reeperbahn! Die stark alkoholisierten Protagonisten in dem Video gehören aber keinem Junggesellenabschied an. Das Musikvideo von Erobique & Jacques Palminger besteht ausschließlich aus Ausschnitten der Dokumentation "Mondo Cane" und entstanden in den frühen 1960er Jahren. Prost!

Mediasteak x bento

MediasteakAnne und Laura von Mediasteak zeigen, was in den Mediatheken steckt. Jeden Freitag empfehlen sie die besten Spielfilme, Dokumentationen und Serien bei bento.


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Diese Serien darfst du dir im April nicht entgehen lassen

02.04.2017, 15:42

Es regnet, stürmt, ist nur zwischenzeitlich mal warm, dann wieder Niesel: Der April ist der beste Monat, um kurz bevor es richtig schön wird noch mal ein paar Abende zu Hause zu bleiben. Und etwas gibt uns auch allen Grund dazu – brandneue Serien nämlich, lang erwartete Folgen und besondere Fortsetzungen.