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Fünf unterschätzte Filme aus 2016, die du gesehen haben solltest

26.12.2016, 08:36 · Aktualisiert: 27.12.2016, 17:42

Das Kinojahr 2016 hatten sich Filmemacher und Zuschauer sicher anders vorgestellt: Viele Produktionen, die vorab als Hits gehandelt worden waren, floppten an den Kassen.

In der Slideshow findest du die größten Flops des Jahres:

1/12

Und trotzdem: Das Jahr hatte viel Sehenswertes zu bieten.

Diese Filme aus 2016 solltest du unbedingt gesehen haben:

"The Lobster" (für Fans von "Black Mirror", "The Twilight Zone" oder "Lost River")

In der dystopischen Komödie von Yorgos Lanthimos ist das Single-Dasein nicht einfach nur lästig, sondern verboten. Wer keinen Partner hat, wird mit anderen Einsamen zum Zwangs-Dating in ein Hotel einquartiert. 45 Tage bleiben den Gästen, um eine Beziehung zu beginnen. Wer das nicht schafft, der wird in ein Tier verwandelt. David (Colin Farrell), der sich keine großen Hoffnungen auf eine neue Liebe macht, hat sich bereits entschieden – er möchte ein Hummer werden.

Die skurrile Prämisse des Films könnte genauso gut aus der Feder von Monty Python stammen. Gesellschaftskritische Ansätze, schwarzer Humor und bizarre Ideen ergeben einen wirklich ungewöhnlichen Cocktail. Wer "The Lobster" links liegen lässt, verpasst einen der originellsten und kreativsten Filme des Jahres (der zudem in Cannes mit dem Preis der Jury ausgezeichnet wurde).

"The Lobster" ist unter anderem bei Amazon, Maxdome und iTunes verfügbar.

Hier siehst du den Trailer:

"Midnight Special" (für Fans von "Stranger Things", "Akte X" oder "Chronicle")

Roy (Michael Shannon) und sein kleiner Sohn Alton (Jaeden Lieberher) sind auf der Flucht vor dem Rest der Welt – denn Alton verfügt über geheimnisvolle Kräfte, die sowohl die US-Regierung als auch eine Sekte interessieren.

"Midnight Special" zeigt die Kehrseite der auf Hochglanz polierten Superhelden-Medaille. Was wäre, wenn es in unserer Welt wirklich jemanden gäbe, der Superkräfte besitzt? Wie würde die Welt reagieren, und wie würde das Leben dieser Person sich verändern? Diesen Fragen widmet sich die Science-Fiction-Produktion von Jeff Nichols, die Anfang des Jahres bei der Berlinale vorgestellt wurde. Dabei bleiben die Figuren stets geerdet; gleichzeitig entsteht aber eine leicht aufgeladene, magische Atmosphäre, wie man sie sonst aus Filmen von Steven Spielberg kennt.

"Midnight Special" ist unter anderem bei Amazon und Maxdome abrufbereit.

Hier siehst du den Trailer:

"The Nice Guys" (für Fans von "Kiss Kiss Bang Bang", "Boogie Nights" oder "Inherent Vice")

Im Los Angeles der Siebzigerjahre müssen der inkompetente Privatermittler Holland March (Ryan Gosling) und der abgehalfterte Auftragsschläger Jackson Healy (Russel Crowe) zusammenarbeiten, um die verschwundene Tochter einer Richterin (Kim Basinger) zu finden. Dabei deckt das ungleiche Paar prompt eine Verschwörung auf, die sich bis in die höchsten Kreise zieht. Ups.

Die brutale, dunkle Welt des Film Noir in einer Komödie – das kann nicht klappten, sollte man meinen. Aber in diesem Film von Kult-Regisseur Shane Black tut es das. March und Healy stolpern wie Dick und Doof von einem potenziell tödlichen Fettnapf in den nächsten. Nur gut, dass beide wenig zimperlich sind und sich notfalls mit brachialer Gewalt zu helfen wissen. Angorie Rice als Marchs permanent fluchende Teenie-Tochter Holly sorgt zusätzlich für Lacher.

Wer Buddy-Cop-Filme wie "Lethal Weapon" oder "Bad Boys" mag, der wird "The Nice Guys" lieben. Aber auch alle anderen haben sicher Spaß an dieser liebevollen Hommage an eine vergangene Kino-Ära.

"The Nice Guys" ist unter anderem bei Amazon und iTunes im Streaming-Angebot.

Hier siehst du den Trailer:

"Don't Breathe" (für Fans von "The Purge", "Green Room" oder "The Strangers")

In "Don’t Breathe" plant eine Bande von Teenagern, einen blinden Kriegsveteranen (Stephen Lang) auszurauben, der eine stattliche Summe Geld im Haus haben soll. Der Einbruch gelingt auch ohne Probleme, doch ab da läuft rein gar nichts mehr Plan.

Home-Invasion-Thriller gibt es wie Sand am Meer, und auch "Don't Breathe" beginnt wie ein klassischer Vertreter des Genres. Diesen Eindruck stellt Regisseur Fede Álvarez dann prompt auf den Kopf, indem er das Opfer als die wahre Gefahr des Films offenbart. Rasch wird klar: Nicht der Blinde muss den Jugendlichen entkommen, sondern sie ihm. Und das ist nur der Anfang – die Handlung von "Don't Breathe" hält gleich mehrere, zunehmend erschreckende Twists bereit. In den USA konnte der Film so überraschend bei Kinogängern und -kritikern abräumen.

"Don't Breathe" gibt es noch in kleinen Kinos und auch schon zum Ausleihen in der Videothek. Auf DVD und Bluray erscheint der Film am 19. Januar 2017.

Hier siehst du den Trailer:

"Arrival" (für Fans von "Close Encounters of the Third Kind", "Contact" oder ″"Under the Skin")

Zwölf riesige Raumschiffe landen gleichzeitig an verschiedenen Orten auf der Erde, und niemand weiß, warum. Um die Absichten der außerirdischen Besucher zu entschlüsseln, wird die Linguistin Dr. Louise Banks (Amy Adams) hinzu gezogen. Zusammen mit Physiker Ian (Jeremy Renner) soll sie mit den Aliens in Kontakt treten und deren Sprache erlernen. Das historische Unternehmen entwickelt sich jedoch zum Wettlauf gegen die Zeit: Viele Nationen erwägen bereits militärische Maßnahmen gegen die Besucher.

In "Sicario" zeichnete Ausnahme-Regisseur Denis Villeneuve ein dreckiges Bild vom Drogenkrieg an der amerikanisch-mexikanischen Grenze; mit "Arrival" wagt er einen Abstecher in ein ganz neues Genre. Und der gelingt auf Anhieb. "Arrival" ist intelligente, stringent erzählte Science Fiction, die fast gänzlich auf Schockmomente und Explosionen verzichtet, trotzdem aber durchgehend spannend bleibt. Wenn Dr. Banks mit Entscheidungsträgern der US-Armee darum feilscht, erstmal einen gemeinsamen Grundwortschatz mit den Aliens aufbauen zu dürfen, ist das nervenaufreibender als jede Raumschlacht. Ein cleveres, unkonventionelles Ende rundet den Film ab.

"Arrival" läuft deutschlandweit im Kino.

Hier siehst du den Trailer:

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Der Weltraum-Horror geht weiter! 20th Century Fox hat den ersten Trailer zu "Alien: Covenant" veröffentlicht. Der Film macht ab Mitte Mai da weiter, wo der Vorgänger "Prometheus" aufhört. Der sechste "Alien"-Film spielt damit wieder vor den Ereignissen der vier "Alien"-Klassiker aus den Jahren 1979 bis 1997. Wieder mit dabei: Michael Fassbender als kühler Androide David.