Bild: Marvel

18.05.2018, 11:42 · Aktualisiert: 18.05.2018, 12:30

Ist das ein Hinweis auf "Deadpool 3"?

Deadpool, der großmäulige Söldner, ist zurück. Vor zwei Jahren war die Geschichte um den Antihelden ein Überraschungserfolg in den Kinos, seit dem 17. Mai läuft "Deadpool 2" im Kino. Ryan Reynolds spielt den großmäuligen und aberwitzigen Comic-Killer, sein Gegner im Film ist Josh Brolin als zeitreisender Cyborg Cable.

Dass Cable – in den Comics mal Gegner, mal stoisch-bester Kumpel von Deadpool – kommt, war klar. Schon am Ende des ersten Films gab es eine witzige Szene nach dem Abspann, die eine Fortsetzung genau mit Cable angekündigt hatte.

Auch am Ende von "Deadpool 2" gibt es wieder eine seltsame Abspann-Szene. Und ganz am Ende ein unerwartetes Lied.

Die sogenannten Post Credit Scenes sind eine Spezialität von Marvel. Das Filmstudio bringt mal witzige Szenen, mal ernste Momente – und oft verweisen sie damit auf kommende Filme.

Wird es nun ein "Deadpool 3" geben? Das steckt hinter der Post Credit Scene am Ende von "Deadpool 2".

Achtung, Spoiler!

Wenn du diese Serie oder den Film noch nicht gesehen hast – und das noch tun willst, ohne ihren Inhalt zu kennen: Stopp!

Was zeigt die Szene?

Am Ende des Films kämpfen Deadpool und Cable Seite an Seite – und Deadpool opfert sich, um den jungen Mutanten Firefist zu retten. Cable, der durch die Zeit reisen kann, beschließt, ein paar Minuten zurück zu gehen, um wiederum Deadpool zu retten. Das Problem: Sein Zeitreise-Gerät wird danach nutzlos.

In der Post Credit Scene hat Deadpool das Gerät allerdings geklaut und lässt es reparieren. Dann nutzt er es, um einige Dinge in der Vergangenheit gerade zu biegen:

  1. Er rettet seine große Liebe Vanessa (Morena Baccarin) vor einem tödlichen Schuss.
  2. Und er rettet auch den Nicht-Mutanten und Langweiler Peter (Rob Delaney) vor dessen Tod beim X-Force-Massaker.
  3. Dann bricht Deadpool plötzlich aus seinem eigenen Film aus – und taucht in "Wolverine" auf. Nur um den dortigen Deadpool zu erschießen.
  4. Um die Verwirrung komplett zu machen, reist Deadpool in eine Zeit, in der der echte Ryan Reynolds gerade das Drehbuch zu "Green Lantern" in die Hand nimmt. Auch ihn tötet er.

Die ersten beiden Zeitsprünge spielen innerhalb von "Deadpool 2" – die anderen beiden sind Seitenhiebe auf die Comic-Szene.

Deadpool macht sich immer wieder im Film über andere Comics und auch sich selbst lustig, es ist sein Markenzeichen. Und es macht den Anti-Superheldenfilm so erfrischend. Also legt er sich auch mit sich selbst an:

  • Ryan Reynolds hat die Hauptrolle in "Green Lantern" von 2011 gespielt, bei Fans und Kritikern kam der Film eher mäßig an. Schon im ersten Deadpool hatte sich die Hauptfigur über den "animierten Anzug" lustig gemacht und sich damit selbst auf die Schippe genommen.
  • Außerdem hat Reynolds schon 2009 in "X-Men Origins: Wolverine" eine Interpretation von Deadpool gespielt. Die Figur hatte aber nur wenig mit den Comics zu tun. Die stumme Film-Interpretation sorgte für Spott und Ärger und wird als einer der größten Fehlgriffe aller Comic-Filme gesehen. (Screenrant)

Sie ist wirklich ziemlich peinlich:

(Bild: Marvel)

Also hat der neue, lustige Deadpool einfach selbst einige Irrungen aus der Geschichte der Comic-Verfilmungen gelöst – und seine früheren Versionen getötet.

Ursprünglich gab es auch Drehmaterial für einen fünften Zeitsprung: Deadpool reist ins 19. Jahrhundert und erwürgt Baby-Hitler. Das Zeigen von Baby-Mord war den Machern dann aber doch zu hart. Deshalb wurde die Szene rausgeschnitten.

Und was hat es mit dem Gesang ganz am Ende zu tun?

Anstatt einer finalen Szene gab es nur einen Chor, der singt, während die letzten Wörter der End Credits über die Leinwand laufen. Es dreht sich um den Mutanten Juggernaut. So geht der Text:

"You can’t stop him
He's the Juggernaut
You can’t stop this Motherfucker!
Holy shitball, holy shitball, holy shitball!
  • Das ist zunächst: einfach nur lustig.
  • Das ist aber vielleicht auch: ein Hinweis darauf, wer der Bösewicht in einer möglichen Fortsetzung sein könnte. Er hier.

(Bild: Marvel)

Der Juggernaut ist ein gigantischer Bösewicht, der einen massiven Helm auf seinem Kopf trägt. Einerseits, um damit durch Wände zu brechen, andererseits als Schutz vor den telepathischen Kräften von Charles Xavier – seinem Stiefbruder. In den Comics ist er ein wiederkehrender Gegner der X-Men, im Film wird er von ihnen in einer witzigen Szene besiegt.

Wer aufmerksam hingeschaut hat, konnte aber sehen, dass der Riese kurz vor dem Abspann im Hintergrund aus dem Pool geklettert ist.

Und wie geht es nun weiter?

Im Gespräch mit Collider sagte Deadpool-Schauspieler Reynolds erstmal vorsichtig, dass er momentan "viel zu erschöpft" sei, um sich über einen dritten Solo-Film Gedanken zu machen. Etwas Zeit zum Ausruhen hat er noch: Im Herbst 2018 gehen schon die Dreharbeiten für ein "X-Force" Spin-Off los. Das Drehbuch wird aber gerade erst erarbeitet – zusammen mit Reynolds.


Gerechtigkeit

New Yorker rastet aus, weil sich Menschen untereinander auf Spanisch unterhalten

18.05.2018, 11:31

Und das in einer Stadt mit 60 Millionen Touristen im Jahr.

In New York hat ein Anwalt die Beschäftigten eines Restaurants rassistisch beschimpft – doch sie und auch andere Gäste ließen sich das nicht gefallen. 

Nachdem einige der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Restaurants in Manhattan mit Kunden Spanisch gesprochen hatten, verfällt der Mann in eine Schimpftirade. 

Er droht damit, die Einwanderungsbehörde anzurufen, weil die Beschäftigten angeblich illegale Einwanderer seien. 

Das ist auf einem Handyvideo zu sehen, das Emily Serrano aufgenommen hatte, eine Stammkundin des Restaurants. (ABC News)