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Conrads Weihnachtswerbung könnte von Joko und Klaas sein

05.12.2017, 15:00 · Aktualisiert: 05.12.2017, 17:15

...ist sie aber leider nicht.

Weihnachten ist das Fest der Likes. Bevor das große Schenken losgeht, muss um die neusten Produkte geworben werden – für Supermarktketten und Technikläden gehört es daher zum guten Ton, im Dezember ein möglichst originelles Weihnachtswerbevideo zu präsentieren.

Das Video muss traurig, lustig, überraschend sein. Und am besten gar nicht nach Werbung aussehen.

Nun wollte der Elektro-Versandhandel Conrad mitmischen – und hat alles falsch gemacht. Mit purer Absicht.

Anstatt möglichst authentisch zu sein, produzierte Conrad einen Clip, der so platt und klischeehaft wie möglich rüberkommt. Es gibt überglücklich lächelnde Kunden, nervige Produkteinblendungen, einen Hip-Hopper, der ungelenk über den Produktkatalog breakdanct.

Und natürlich einen trauriger Opa, der seine Familie ein letztes Mal versammelt hat – um ihnen dann langatmig den Produktnamen seines neuen 3D-Druckers zu erklären.

Das ist natürlich, klar, ein Seitenhieb auf die Tränendrüsewerbung von Edeka aus dem Vorjahr.

Das ist der Werbeclip:

Der ganze Clip macht sich über die inszenierten Viralhits von Edeka & Co. lustig – aber ist als Anti-Viralhit natürlich selbst eine Inszenierung.

Angeblich hat ein echter Techniker namens Karsten eine Sprachnachricht per WhatsApp geschickt und bittet die "Werbefuzzis", das irgendwie zu verwandeln. Und die setzen dann die Ideen einfach "eins zu eins" um.

Die Idee erinnert an "Betrunkene schreiben Drehbücher" von Joko und Klaas: Möglichst sinnlose und zusammenhangslose Anweisungen werden da punktgenau nachgedreht.

Und egal, wie lustig der Clip sein mag: Auch er ist nicht echt. Spätestens wenn "Karsten" den Werbefachmännern empfiehlt, das Video für mobile Nutzer lieber hochkant zu drehen, wird klar, dass hier kein echter Typ eine Sprachnachricht geschickt hat.

Schade eigentlich. Es hätte witzig werden können.


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