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Du gehst nur wegen Ryan Gosling in "Blade Runner"? Das ist die Vorgeschichte

05.10.2017, 15:44

Für "Crazy, Stupid, Love"-Fans ist das nichts

Sind wir mal ehrlich: Meist erinnert man sich vor allem deshalb an die Filme von Ryan Gosling...

(Bild: Giphy)

Oder wegen solcher Blicke...

(Bild: Giphy)

Und natürlich auch, weil er einfach ein guter Schauspieler ist. Ja, wirklich! Kaum ein anderer kämpft so überzeugend um seine Frau wie Ryan in "Blue Valentine". Kaum ein anderer kann den Mix aus Verschlossenheit und Brutalität so rüberbringen wie er in "Drive". Und wer schon spielt so schön Klavier wie er in "La La Land".

Hach, Ryan!

Klar, als Fan darfst du nicht einen einzigen Film verpassen. Nur im Neuesten kommt eine ganz besondere Herausforderung auf uns zu. "Blade Runner 2049" startet an diesem Donnerstag in den Kinos und im Saal werden sich zwei Zuschauergruppen mixen: Die absoluten Gosling-Fans und die des Kult-Films "Blade Runner".

Du hast keine Ahnung von dem Klassiker? Willst im Kino aber trotzdem verstehen, worum es in der Fortsetzung geht? 

Wir helfen und erklären die Hintergründe für Einsteiger. So viel sei schon mal verraten: Wer auf "Crazy, Stupid, Love" steht, ist hier im falschen Film:

Worum geht's in "Blade Runner 2049"?

Ryan Gosling spielt Officer K, einen Polizisten im Los Angeles des Jahres 2049. Er ist auf der Suche nach dem ehemaligen Polizisten Rick Deckard (Harrison Ford), der seit 30 Jahren verschwunden ist. Mit ihm könnte er ein Geheimnis lüften, dass die ganze Ordnung des futuristischen Los Angeles ins Chaos stürzen kann. (Hier gibt es die ausführliche Filmkritik.)

Hier kannst du dir den Trailer anschauen:

Wer ist Rick Deckard?

Die Hauptfigur im Vorgängerfilm "Blade Runner". Der Film ist von 1982 und soll im Los Angeles des Jahres 2019 spielen – also 30 Jahre vor dem neuen Film mit Ryan Gosling. Deckard wurde von Harrison Ford gespielt, der damals jung genug war, um ein Ryan Gosling seiner Zeit zu sein (zum Beispiel als Indiana Jones oder Han Solo in "Star Wars").

Harrison Ford im "Blade Runner" von 1982.

Harrison Ford im "Blade Runner" von 1982. (Bild: Warner Bros.)

Was passierte in "Blade Runner"?

Deckard war ein sogenannter Replikantenjäger. Replikanten sind künstlich geschaffene Menschen (Androiden) – sie sind allerdings stärker und intelligenter. In der Zukunftswelt von "Blade Runner" werden sie auf fernen Planeten eingesetzt, um in Kolonien zu arbeiten. Eine Rückkehr auf die Erde ist ihnen verboten, nach ein paar Lebensjahren sterben sie automatisch.

Im Film gelingt es einer Gruppe von Replikanten, ein Raumschiff zu erobern und auf die Erde zu kommen. Deckard soll sie jagen und töten – auch um die mächtige Tyrell-Firma zu schützen, die mit den Replikanten ihr Geld verdient. Die Firma kann man sich als eine Art alles beherrschenden Google-Apple-Facebook-Verschnitt vorstellen. Bald zweifelt Deckard an ihren Machenschaften.

Hier kannst du dir den Trailer zum Original ansehen:

Wie geht der alte "Blade Runner" aus?

Stück für Stück kann Deckard – mit Hilfe anderer – die Replikanten ausschalten. Mit dem Anführer Roy (Rutger Hauer) liefert er sich am Ende einen dramatischen Zweikampf in einem baufälligen Haus. Der übermenschliche Roy triumphiert, doch entscheidet sich, Deckard zu retten, als dieser im strömenden Regen vom Hochhausdach abrutscht. Die Maschine zeigt menschliche Gefühle. 

Kurz darauf stirbt Roy, seine automatische Lebenszeit war abgelaufen. Deckard selbst flieht aus Los Angeles, die Tyrell-Firma will ihn zum Schweigen bringen. Längst hat er herausgefunden, dass viel mehr Replikanten auf der Erde leben. Viele halten sich für echte Menschen, weil ihnen künstliche Erinnerungen einprogrammiert wurden.

  • Im offiziellen Filmende gelingt Deckard die Flucht.
  • In einem später veröffentlichten Director's Cut bleibt das offen. Stattdessen wird angedeutet, dass Deckard selbst ein Replikant ist.

Was macht "Blade Runner" so besonders?

Der Film geht auf das den Endzeit-Roman "Träumen Androiden von elektrischen Schafen?" zurück. Und diese Frage ist das Spannende bei Buch und Film: Können Roboter Gefühle entwickeln? Wenn ja, was unterscheidet sie vom Menschen? Und dann: Was macht überhaupt die Menschen menschlich?

All das wirft "Blade Runner" auf und zeigt zudem eine wenig glitzernde Zukunft. Los Angeles liegt unter einer riesigen Smogglocke, es regnet ständig, ist dreckig und verwahrlost. Im Gedärm der Stadt leben Menschen in ärmlichen Verhältnissen und sprechen eine gemeinsame Kauderwelsch-Sprache. Die Reichen wohnen weit oben in Luxus-Apartments. Der griechische Komponist Vangelis untermalt die Dystopie mit einzigartigen Klängen.

Diese Finsternis prägt auch "Blade Runner 2049" – was es mit Deckards Vergangenheit auf sich hat und wie viel Macht die Replikanten wirklich haben, muss nun Ryan Gosling als Officer K herausfinden.

Dieser Vergleich zwischen den Trailern zeigt übrigens die große Verneigung der Macher von "Blade Runner 2049" vor dem Vorgänger:

Warum sich der Film auch noch lohnt...


Haha

Bielefelder kapern Abstimmung und wollen Schlossallee im Deutschland-Monopoly werden

05.10.2017, 15:23

Wem die Schlossallee gehört, gehört meistens bald auch das ganze Geld. Die prestigeträchtige Straße ist der teuerste und begehrteste Bauplatz bei Monopoly, dem Spiel, das schon Polizeieinsätze und Schreikrämpfe ausgelöst hat. (bento)

Nun will Spielehersteller Hasbro eine neue Deutschlandvariante des Spieleklassikers herausbringen, mit bekannten Städten anstelle von Straßen. Wer auf die Spitzenposition kommt, dürfen Nutzer im Internet selbst abstimmen. 

Und das ist nie eine gute Idee.